Wohnungen entstehen: Flüchtlingsheim in Mülheim wird abgerissen

Der Rat muss einem Neubau an der Schönrather Straße in Mülheim noch zustimmen.

Das Flüchtlingsheim an der Schönrather Straße in Mülheim, das im Januar 2016 Schauplatz eines Brandanschlags wurde, soll abgerissen werden. Das städtische Amt für Wohnungswesen möchte dort öffentlich geförderten Wohnraum bauen.

Das Gebäude befindet sich auf einem städtischen Grundstück in der Nähe des Mülheimer Zubringers. Der Beschlussvorlage müssen die Politiker bei der nächsten Ratssitzung am 28. September noch zustimmen.

Für Aussiedler errichtet

Der Bau sei Ende der 1980er Jahre für die Unterbringung von Aussiedlern errichtet worden, erklärt der Leiter des Wohnungsamts, Josef Ludwig. „Das Gebäude ist in einem Zustand, der nicht mehr sanierbar ist.“ Ein zwei- bis dreigeschossiges Gebäude mit bis zu 24 Wohnungen auf insgesamt bis zu 1500 Quadratmetern Wohnfläche könnte nach dem Abriss an derselben Stelle entstehen.

Wenn die Politiker die Beschlussvorlage durchwinken, braucht es Ludwigs Einschätzung nach noch zweieinhalb Jahre bis zur Realisierung.

Derzeit wohnen nur noch elf Menschen im Gebäude, zur Hochphase der Flüchtlingskrise lebten 75 Personen dort. Die „entspanntere Situation“ habe es erlaubt, die Bewohner auf andere Gebäude umzuverteilen.

Neue Wohnungen nicht nur für Flüchtlinge

In den neuen Wohnungen könnten Flüchtlinge, aber auch alle anderen Interessenten mit Wohnberechtigungsschein leben. „Eine reine Unterbringung von Flüchtlingen würde dem Integrationsgedanken zuwiderlaufen“, so Ludwig.

Einen Zusammenhang zwischen dem Neubau und dem Brandanschlag gibt es nicht: Am 2. Januar 2016 hatten zwei junge Männer Fackeln in das Gebäude geworfen. In der vergangenen Woche wurden sie dafür zu Bewährungsstrafen verurteilt. „Die haben damals nur die Fassade beschädigt“, so Ludwig....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta