Wohnserie: Beim Wohnungsbau ist noch viel Luft nach oben

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Berlin. Der Bau von Hochhäusern in Berlin hat viele Gegner. Den einen gelten sie als teurer Fremdkörper, den renditegierige Investoren für zahlungskräftige Klientel am liebsten mitten in die gewachsene Stadtkulisse hineinsetzen. Für andere sind sie Ausdruck menschenfeindlicher Wohnmaschinen, in denen bevorzugt weit außerhalb der City ärmere Bürger in anonymen vertikalen Kästen ein trostloses Dasein fristen. Dass diese Klischees an der Wirklichkeit vorbeigehen, beweisen eine ganze Reihe geplanter und schon im Bau befindlicher Wohntürme, die sich anschicken, den Luftraum über Berlin zu erobern.

Jahrelang war der Bau von Hochhäusern in Berlin ohnehin kein Thema. Die Stadt war nach der Wiedervereinigung wider Erwarten nicht gewachsen, sondern geschrumpft und lag entsprechend wirtschaftlich am Boden. Ehrgeizige Turm-Pläne wie der von den Architekten Kollhoff/Timmermann entwickelte Masterplan für den Alexanderplatz von 1993 sahen beispielsweise vor, dreizehn 150 Meter hohe Türme entlang der den Platz umgrenzenden Straßen aufzureihen. Doch mangels Interesse bei den Investoren wurde daraus nichts. 2015 wurde der Plan deshalb überarbeitet und einige Hochhäuser abgespeckt, zudem wurde die zulässige Höhe auf 130 Meter geschrumpft. Inzwischen sind aber die Planungen für zwei Hochhausstandorte in die Umsetzungsphase eingetreten: auf dem Baufeld D3 am Alexanderplatz, südöstlich des Hotels „Park Inn“ sowie auf dem Baufeld E1 am Einkaufszentrum „Alexa“, an der Ecke Gruner-/Alexanderstraße.

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