Nach Wohnhausbrand mit vier Toten in Saarbrücken Mieterin festgenommen

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Nach dem Wohnhausbrand mit vier Toten in Saarbrücken ist eine Bewohnerin festgenommen worden. Gegen die 37-Jährige sei Haftbefehl wegen Brandstiftung mit Todesfolge beim zuständigen Amtsgericht beantragt worden, teilte die Staatsanwaltschaft in der saarländischen Stadt am Montag mit. Die Frau soll demnach in ihrer Wohnung ein Kissen mit Feuerzeugbenzin getränkt und angezündet haben, bevor sie selbst das Haus verließ.

Zu dem Tatmotiv der Verdächtigen und weiteren Details äußerten sich die Ermittler "aus ermittlungstaktischen Gründen" zunächst nicht. Sie teilten lediglich mit, die Frau sei nach dem Brand am Sonntag zum Haus zurückgekehrt und habe sich als Verursacherin zu erkennen gegeben. Gegen sie sprächen aber auch "objektive" Spuren.

Bei dem Brand waren am Sonntag vier Menschen ums Leben gekommen und mindestens 14 weitere verletzt worden. Einer der Toten war nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch am Montag noch nicht identifiziert. Die drei anderen waren Bewohner des Brandhauses.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte die Verdächtige das Kissen gegen Mittag angezündet und ihre Wohnung verlassen. Es entstand ein Großbrand, dessen Rauch den Fluchtweg über das Treppenhaus und den Fahrstuhl versperrte. Es bestehe der Verdacht, dass sie "wenigstens leichtfertig" den Tod der Menschen verursacht habe. Sie hätte die Folgen des Feuers "erkennen und vermeiden können".