Wohngeldreform lässt Zahl der Bezieher um mehr als 22 Prozent steigen

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Zahl der Wohngeldbezieher in Deutschland stark gestiegen (AFP/STEFANIE LOOS)

Die Reform der Wohngelds hat die Zahl der Bezieher in Deutschland im vergangenen Jahr stark steigen lassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag erhöhte sie sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 22,6 Prozent auf etwa 618.000. Bundesinnenminister Horst Seehofer bezeichnete die Wohngeldreform als Erfolg.

Die Neuerung war Anfang 2020 in Kraft getreten. Durch sie wurden mehr Haushalte zum Wohngeldbezug berechtigt. Der Zuschuss wird einkommensschwächeren Haushalten gewährt. Die Höhe hängt vom Einkommen und anderen Faktoren ab.

Wie das Bundesamt in Wiesbaden weiter berichtete, bezogen damit zum Ende des Jahres 2020 1,5 Prozent aller als Hauptwohnsitze geführten privaten Haushalte Wohngeld. Der durchschnittliche monatliche Anspruch bei reinen Wohngeldfaktoren lag bei 177 Euro.

Ob neben der Wohngeldreform auch die Folgen der Corona-Pandemie zu dem Anstieg der Wohngeldbezieher haben, war laut Bundesamt unklar. Möglicherweise hätten Einkommensverluste der Haushalte eine Rolle gespielt. Dies lasse sich allerdings nicht beziffern.

"Wohnen muss für alle bezahlbar bleiben", erklärte Seehofer in Berlin. "Nach diesem Grundsatz haben wir die gesamte Wohnungspolitik unserer Legislatur ausgerichtet." Das funktioniere auch. Mit der zweiten Wohngeldreform passt sich das Wohngeld automatisch den generellen Lebenshaltungskosten an, wie Seehofer mitteilte.

"Durch die CO2-Komponente leisten wir zudem einen Beitrag für klimafreundliches Wohnen", fügte Seehofer hinzu. Das mache sich im Geldbeutel bemerkbar und diene künftigen Generationen: "Unsere Wohnungspolitik entlastet die Menschen dauerhaft und das Klima nachhaltig."

jp/cha

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