Der wohl verrückteste Sport-Vertrag der Geschichte

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Der wohl verrückteste Sport-Vertrag der Geschichte
Der wohl verrückteste Sport-Vertrag der Geschichte

Am 1. Juli war es wieder so weit: Bobby-Bonilla-Tag!

Dabei ist es weder sein Geburtstag noch sein Namenstag, für besagten Bobby Bonilla ist der 1. Juli aber wohl viel besser als jeder Geburtstag - weil nämlich Mega-Zahltag.

In jedem Fall steht er für eine der verrücktesten MLB-Geschichten überhaupt - und ist definitiv kein schlechter Pensionsplan.

Mehr als eine Million pro Jahr für Baseball-Rentner

Doch der Reihe nach: Seit 2011 erhält Bonilla von den New York Mets jedes Jahr am 1. Juli einen Scheck in Höhe von exakt 1.193.248,20 Dollar - und das, obwohl er für die Franchise letztmals 1999 aufgelaufen war.

Wie das sein kann?

Die Mets entließen ihren Outfielder vor der Saison 2000, schuldeten dem heute 54-Jährigen seinerzeit allerdings noch 5,9 Millionen Dollar an Gehalt. Doch anstatt Bonilla die Gesamtsumme zu überweisen, verständigten sich beide Parteien darauf, die Zahlung zu verschieben - mit acht Prozent Zinsen.

Bonilla profitiert, bis er 72 Jahre alt ist

Die von 2011 bis 2035 für ein Vierteljahrhundert lang geltende Vereinbarung hat bis heute gravierende Folgen, denn: Bedingt durch Zins und Zinseszins wurden aus 5,9 Millionen schließlich 29,8 Millionen Dollar - geteilt durch 25 springen für Bonilla so jedes Jahr 1.193.248,20 Dollar heraus.

"Es ist eine schöne Sache", sagte der dreimalige Gewinner des Silver Slugger Award, der auch bei den Pittsburgh Pirates, Baltimore Orioles, Atlanta Braves und den St. Louis Cardinals spielte, 2017 der New York Post.

Seit er 48 Jahre alt ist, fließt die Millionensumme per annum - und wird erst aufhören, wenn Bonilla 72 Jahre alt ist.

Mets verspekulieren sich kolossal

Offen bleibt noch die Antwort auf die Frage, welchen Vorteil eigentlich die Mets in dem Deal sahen. Indem sie auf Zeit spielten, erhofften die New Yorker, das zurückgehaltene Kapital in einen Fonds mit hoher Rendite zu investieren.

Dumm nur, dass der Plan fehlschlug: Bernie Madoff, verantwortlich für diese Investitionen des Klubs und zugleich ein Freund von Eigentümer Fred Wilpon, entpuppte sich als windiger Finanzjongleur, dessen Schneeballsystem am Ende aufflog und zahlreiche Existenzen zugrunde richtete.

Bonilla dürfte das wenig bekümmern - und er bei bester Gesundheit dann auch in den kommenden Jahren den vielleicht genialsten MLB-Vertrag aller Zeiten zelebrieren.

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