Leitindex rutscht unter 13.000er Marke


Am letzten vollen Handelstag ist der Dax unter die 13.000er Marke gerutscht. Der Deutsche Leitindex verlor 0,69 Prozent und landete am Ende des Tages bei 12979,94 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls. Am Ende ging es 0,78 Prozent runter auf 3.522,48 Punkte. Auch für die Wall Street signalisierten die US-Futures wenig veränderte Kurse.

Die Stimmung an den europäischen Börsen wurde durch den Anstieg des Euro um mehr als einen halben US-Cent auf ein Viereinhalb-Wochen-Hoch von 1,1951 Dollar belastet. Dies verschlechtert die Absatzchancen europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt. Allerdings waren die Umsätze wie zwischen Weihnachten und Neujahr üblich gering. Denn die meisten Anleger haben ihre Bücher spätestens vor Weihnachten geschlossen. Am Freitag wird in Frankfurt der Handel schon um 14.00 Uhr beendet.


„Auch ohne eine große Jahresendrally wird das Börsenjahr als eines der besten in die Geschichtsbücher eingehen“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Das Kursplus der vergangenen Monate summiert sich auf rund 14 Prozent. Damit steuert der Dax auf den größten Jahresgewinn seit 2013 zu, als er gut 25 Prozent gewonnen hatte.

Bei den Einzelwerten rückten im MDax Ceconomy ins Rampenlicht: Der Tod des Media-Markt-Mitgründers Erich Kellerhals, der sich jahrelang einen erbitterten Machtkampf um das Sagen bei Media-Saturn zunächst mit dem Hauptgesellschafter Metro und später mit deren Abspaltung Ceconomy geliefert hatte, löste Spekulationen auf eine Einigung seiner Erben mit dem Management aus. Ceconomy gewannen am Ende 3,95 Prozent auf 12,24 Euro. Der Handelsriese Metro hatte sich im Juli dieses Jahres aufgespalten.


Lufthansa, die mit einem Kursplus von über 150 Prozent 2017 der größte Gewinner im Dax waren, notierten kaum verändert und schüttelte die Kritik des Kartellamtes an der Preisgestaltung bei Tickets für manche Inlandsflüge nach der Insolvenz von Air Berlin ab. Der Verkauf der Air-Berlin-Tochter Niki geht derweil auf die Zielgerade.

Lanxess-Aktien aus dem MDax drehten am Nachmittag schlagartig mit 1,79 Prozent ins Plus. Schwung verliehen hier gleich mehrere Vertrauensbeweise durch Großaktionäre: Stimmrechtsmitteilungen zufolge hat nicht nur Investorenlegende Warren Buffett seinen Anteil am Spezialchemiekonzern auf gut 5 Prozent aufgestockt, sondern auch der Staatsfonds von Singapur (GIC).

Zum Spitzenreiter im Dax mauserten sich nach zögerlichem Start die Aktien von HeidelbergCement mit einem Anstieg um zuletzt 1,09 Prozent. Der Baustoffsektor zeigte sich europaweit eher freundlich – womöglich in Hoffnung auf ein besseres Investitionsumfeld in den USA nach den dort beschlossenen Steuererleichterungen.


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