Woche der Wahrheit für Qualcomm und NXP

Benedikt Kaufmann
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Am Mittwoch wird es entschieden: Kommt es zur Übernahme von NXP durch Qualcomm oder ist der Deal ein für alle Mal Geschichte?

Knapp zwei Jahre nachdem Qualcomm ankündigte, den niederländischen Chip-Hersteller NXP kaufen zu wollen, ist der Deal immer noch nicht abgeschlossen. Was fehlt, ist die Zustimmung der chinesischen Regierung. Andere Regierungen und deren Wettbewerbsbehörden haben den 44 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss der beiden Chip-Konzerne bereits abgesegnet. Doch China zögert – wohl auch wegen dem von US-Präsident Donald Trump entfachten Handelsstreit.

Jetzt hat NXP dem US-Käufer eine finale Deadline gesetzt. Bis Mittwoch soll Qualcomm die Zustimmung einholen. Eine Verlängerung soll es nicht geben.

Was passiert im Falle eines Scheiterns?

Sollte der Deal scheitern, dürfte es die Qualcomm-Anleger wenig treffen. Zwar begründete der US-Konzern die Akquisition einst damit, dass NXP helfen würde, mit Automotive einen wichtigen Wachstumsmarkt der Zukunft zu erschließen. Doch die Niederländer zeigten selbst deutliche Wachstumsschwächen in dem vergangenen Quartalsbericht und die Amerikaner sind dank einer starken Roadmap insbesondere bei der Zukunftstechnologie 5G gut aufgestellt.

Kurzfristig kommt auf Qualcomm zwar eine Breakup-Gebühr in Höhe von zwei Milliarden Dollar zu – doch die Anleger dürften sich auf ein ordentliches Aktienrückkaufprogramm freuen. Hier könnten sich Trading-Chancen ergeben.