Woche im Roten Rathaus: Mit Wehmut im Herzen

Die Flugbegleiterin Carola Fietz schenkt schenkt auf dem letzten Air-Berlin-Flug von Münschen nach Berlin Getränke aus

Berlin.  Es ist ein trauriger, ein emotionaler Abend gewesen: Am Freitag kam die letzte Air-Berlin-Maschine in Tegel an, ein Flug von München nach Berlin, mit einer Stunde Verspätung, empfangen um kurz vor Mitternacht von vielen, vielen Air-Berlin-Mitarbeitern auf dem Rollfeld, mit Wasserfontänen von der Flughafenfeuerwehr. Da hat dann auch wirklich jeder begriffen, dass eine Ära zu Ende geht. Es ist zum Heulen.

Die Folgen werden wir alle zu spüren bekommen. Zuallererst die Piloten, Flugbegleiter und das Bodenpersonal, die neue Jobs bei der Lufthansa, bei Eurowings, Easyjet und vielleicht anderen Airlines bekommen können, sicher aber zu wesentlich schlechteren Konditionen. Auf die Mitarbeiter der Air-Berlin-Verwaltung hofft der Berliner Senat. Denn dem gelingt es kaum, die Lücken, die in den Berliner Behörden durch die Pensionierungen entstehen, zu schließen. Vielleicht bietet sich für den ein oder anderen ja dort eine Chance – so schwer es fallen mag, denn Air-Berliner war man ja aus Überzeugung.

Das war der letzte Funkspruch von Air Berlin

Als die letzte Air-Berlin-Maschine in Berlin landete, gab es einen emotionalen Funkverkehr zwischen Tower und Cockpit. Was gesprochen wurde.

Für den Standort Berlin wird das Aus von Air Berlin aber auch große Folgen haben. Die Lufthansa, ja, die äußert sich auf einmal positiv über Berlin. So auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr, der bei einem Vortrag im "Capital Club" geradezu pathetisch von Berlin, von dem Kreis, der sich schließe, sprach. In Berlin war nämlich 1926 die Lufthansa gegründet worden. Nun, man hört das wohl, aber die einzige Airline, die sich in den vergangenen Jahren zu Berlin, zur deut...

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