Die Woche im Rathaus: Warum in der Diskussion um Tegel die Emotionen hochkochen

Flughafen Tegel

"Buh" schallte es in den Raum, als der FDP-Spitzenkandidat Christoph Meyer erklärte, warum denn der Flughafen Tegel auch nach der Eröffnung des BER offen bleiben müsste. Gerufen aus der Gruppe der Tegel-Gegner, die am Dienstagabend auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung ins Ludwig-Erhard-Haus an der Fasanenstraße gekommen waren. Mit seinen Argumenten, die Kapazitäten am BER würden künftig nicht ausreichen, die Kosten für Tegel und den Lärmschutz würden vom Senat jetzt künstlich hoch gerechnet, drang Meyer nicht durch.

Doch noch mehr machten die Tegel-Befürworter, die bei der Veranstaltung der FDP-nahen Stiftung erwartungsgemäß in der Mehrheit waren, ihren Emotionen Luft, da wurde schon mal kräftig geschimpft, wenn die Abgeordneten Jörg Stroedter (SPD) und Stefan Gelbhaar (Grüne) wortreich erklärten, warum Tegel geschlossen werden müsse – wegen der Lärmbelastung für die Anwohner, wegen der hohen Sanierungskosten, wegen der rechtlichen Probleme. Ihre Argumente wurden nicht angenommen. Es scheint, als haben sich die Berliner ihre Meinung zu Tegel schon abschließend gebildet – und als seien sie mit ganz viel Herz dabei.

Die Diskussion über Tegel ist möglicherweise so schwierig, weil es kaum objektivierbare Fakten gibt. Die einen sagen, der Lärmschutz für die Betroffenen in Tegel werde nur zwischen 100 und 200 Millionen Euro kosten. Die anderen sagen, dies könne – wenn man die gleichen Maßstäbe wie am BER anlege – bis zu zwei Milliarden Euro verschlingen. Die einen sagen, die ...

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