Woche der Entscheidung: So spannend ist die Tour de Chance

Der Gesamtführende Christopher Froome (Gelbes Trikot) im Kreise seiner Verfolger Rigoberto Uran, Romain Bardet und Fabio Aru (v.l.)

Le Puy-en-Velay.  Der Ausgang der Tour de France ist so offen wie seit Jahren nicht. Zu Beginn der dritten Woche sind die ersten vier Fahrer nur durch weniger als eine halbe Minute getrennt, die besten sechs durch etwas mehr als eine Minute.

Als eine "Fahrt in unbekannte Territorien" bezeichnete Jim Ochowicz, Manager des ausgeschiedenen Mitfavoriten Richie Porte, diese 104. Frankreich-Rundfahrt. An Prognosen wagen sich nicht einmal mehr die wahren Experten.

"Alles, was man am Vormittag sagt, kann am Abend völlig überholt sein. Diese Tour ist total verrückt", wehrte etwa Rolf Aldag, Ex-Profi und aktuell Performance Manager beim Rennstall Dimension Data, gegenüber der Morgenpost Prognosen jeder Art ab. Chancen immerhin kann man ausloten. Die Aussichten der Spitzenfahrer:

Aru will Froome pausenlos attackieren

Chris Froome (Gelbes Trikot, 64:40:21 Stunden). Der Titelverteidiger muss in diesem Jahr kämpfen. "Diese Tour ist meine schwerste", gab der Brite zu. Er sprach sogar von "Angst", als ihm Ag2R auf der 15. Etappe davonfuhr. Aus dem Rennen ist Froome trotz seiner Schwächen natürlich nicht. Für das Zeitfahren in Marseille am Sonnabend gilt er als Favorit. Eine Minute etwa kann er da auf seine Rivalen gutmachen. Es muss nicht einmal sein, dass er diese Minute in den Alpen verliert. Denn sein Team Sky ist immer noch das beste im Feld. Teamchef David Brailsford holte schon den Drohjoker aus dem Ärmel: "Chris hat so trainiert, dass er in der dritten Woche am stärksten wird." Gut möglich also, dass Froom...

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