Wo lohnt sich der Immobilienkauf in Deutschland noch?

In den Top-7-Städten – darunter auch Hamburg – lässt sich keine adäquate Rendite mehr erzielen. (Bild: ddp)

Dieser Frage hat sich der Immobiliendienstleister Dr. Lübke & Kelber in einer großangelegten Studie gewidmet – und dabei das beste Pflaster für Investoren unter 101 Städten auserkoren.

Dass es immer teurer wird, in Deutschland Häuser und Wohnungen zu kaufen, ist kein Geheimnis mehr. Doch es gibt sie noch – die Städte, in denen sich das Eigenheim noch lohnt. Welche das sind, hat der Immobiliendienstleister Dr. Lübke & Kelber in der großangelegten Studie “Risiko-Rendite-Ranking 2017” beleuchtet und dafür 101 Städte ins Visier genommen.

Los geht’s mit den teuersten Städten: Wie die Studie aufzeigt, sind die Preise in den großen Metropolen wie Berlin, München oder Hamburg seit 2015 rasant angestiegen. In der bayerischen Hauptstadt beispielsweise schlägt der Quadratmeter unterdessen mit 6666 Euro zu Buche, bei Neubauten kann sich der Preis sogar auf bis zu 7904 Euro belaufen!

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Was aber nicht bedeutet, dass diese teuren Investitionen niemand mehr mitmacht. Ganz im Gegenteil: Im ersten Halbjahr 2017 machten die sieben Städte Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart gar 60 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens des deutschen Immobilienmarktes aus. Aber: „Die Top-7-Städte sind schon so teuer, dass am Markt keine adäquate Rendite mehr zu erzielen ist“, zitiert das Immobilienportal „noz.de“ den Mitverfasser der Studie, Stefan Behrendt.

Es gibt sie noch – Immobilienschnäppchen in Deutschland

Besonders positiv hingegen ist das Verhältnis zwischen Kauf und Miete dagegen in Osnabrück – laut Studie das beste Pflaster für Immobilieninvestoren. Hier können sie im Verhältnis viel Geld bei relativ geringem Risiko erwirtschaften. In den Untersuchungen beleuchtete das Unternehmen zahlreiche Daten aus dem Immobilienmarkt und traf daraufhin eine Einschätzung für das Risiko sowie die Rendite. Im direkten Städtevergleich wurde dann berechnet, wo die tatsächlich zu erwartende Rendite die angesichts des Risikos zu erzielende Mindestrendite am weitesten übersteigt.

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„Bei der Gegenüberstellung der von Dr. Lübke & Kelber empfohlenen Mindestrendite mit den derzeit am Markt erzielbaren Eigenkapitalrenditen in den guten Lagen zeigen sich die Städte Osnabrück, Wolfsburg und Worms als die Hidden Champions für Bestandsliegenschaften“, schreiben die Autoren im „Risiko-Rendite-Ranking 2017“. Bestandsimmobilien in guten Lagen erzielen an der Hase 1,95 Prozentpunkte mehr als die empfohlene Mindestrendite – in keiner der anderen untersuchten Städte sind es mehr. Es folgen Wolfsburg und Worms mit einer Mehrrendite von jeweils 1,94 Prozentpunkten. Auf Platz 4 liegt Braunschweig, dann folgen Lüneburg, Bonn, Erlangen, Fulda und Koblenz.