WM wohl beendet: FIFA sägt Brych ab - wegen Elfer-Fehler?

Dr. Felix Brych (l.) muss Medienberichten zu folge am Mittwoch die Heimreise antreten und wird nicht mehr bei dieser WM pfeifen

Bittere Nachricht für Felix Brych: Die Fußball-WM in Russland ist für den Weltschiedsrichter aus München offenbar vorzeitig beendet.

Der 42-Jährige wird vom Weltverband FIFA in den verbleibenden acht Spielen nicht mehr berücksichtigt. Das berichtet die Bild-Zeitung. Eine Entscheidung, die einem Eklat gleichkommt. 

Brych, der nach dem deutschen Vorrundenaus auch für das Finale infrage gekommen wäre, soll sich bereits auf dem Weg in seine Heimat München befinden.

Eine Bestätigung durch die FIFA gab es zunächst nicht. Auch Brych, der 2017 noch das Finale zwischen Real Madrid und Juventus Turin (4:1) geleitet hatte, war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen.


Der Referee pfiff nur ein Spiel in Russland. Nach der hochbrisanten Begegnung zwischen der Schweiz und Serbien (2:1) in der Vorrunde hatte es mächtig Wirbel um Brych gegeben.

Weil der Unparteiische den mittlerweile ausgeschiedenen Serben bei einer umstrittenen Szene einen Foulelfmeter verwehrte, hatte der serbische Trainer Mladen Krstajic durch einen Kriegsverbrecher-Vergleich in Zusammenhang mit Brych für einen Eklat gesorgt.

Zur Erinnerung: Bei der Endrunde vor vier Jahren in Brasilien war Brych bei zwei Vorrundenspielen im Einsatz gewesen.

Und: Wegen des Scheiterns der deutschen Mannschaft in der Vorrunde hatte Brych sogar gute Chancen, aufgrund seiner großen Erfahrung in internationalen Spielen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) weitere Partien zu leiten. Aber nun griff die FIFA auf den Münchner nicht zurück.