Starker Fight gegen "Monster": Kölling verpasst WM-Sensation

Enrico Koelling zwang seinen Gegner bis in die zwölfte Runde

Am Ende hat es für die Sensation nicht gereicht.

Halbschwergewichtler Enrico Kölling unterliegt in seinem ersten WM-Kampf gegen den Russen Artur Beterbiev, zeigt dabei aber eine herausragende Leistung.

Vor dem Fight hatten nur wenige dem Berliner Enrico Kölling einen Sieg gegen den favorisierten russischen Boxer Beterbiev zugetraut. Am Ende kassierte der 27-Jährige auch die erwartete Niederlage, allerdings zeigte er vorher eine bravouröse Vorstellung.

Kampfabbruch erst in Runde zwölf

Im kalifornischen Fresno unterlag Kölling erst in der zwölfen Runde durch technischen K. o. Der Russe dominierte den Kampf zwar von Anfang an, der Deutsche lies ihn aber nicht zur Entfaltung kommen. (Ring frei! SPORT1 zeigt Kämpfe von Team Sauerland).

Erst mit fortschreitender Kampfdauer und schwindenden Kräften bei Kölling konnte Beterbiev erste Treffer landen. Eine starke Schlussoffensive des Russen führte 25 Sekunden vor dem regulärem Ende zu einem Abbruch - Kölling war vorher zweimal zu Boden gegangen. Trotzdem war die Leistung des Berliners beachtlich. Gegen keinen Boxer zuvor hatte der Russe mehr als sieben Runden absolvieren müssen.

Der IBF-Titel im Halbschwergewicht, den früher Henry Maske trug, kommt damit nicht zurück nach Deutschland. 

Mit einem Sieg hätte Kölling der erste deutsche Boxer seit Max Schmeling 1930 werden können, der sich in den USA zum Champion krönt.

Gegner Beterbiev "ein Monster"

"Ich wurde sehr hart von einer Rechten getroffen, das hat mir alles abverlangt", sagte Kölling: "Er ist ein Monster, unbarmherzig. Er hat immer wieder geschlagen und es beendet. Er ist jemand, gegen den niemand kämpfen will. Und ich habe den Kampf angenommen."

Für Kölling war es die zweite Niederlage im 25. Profi-Fight seiner Karriere. Beterbijew feierte seinen zwölften vorzeitigen Sieg im zwölften Kampf.