WM-Qualifikation: DFB-Elf im Schongang nach Russland

Weltmeister Deutschland jubelt in Belfast über den Sieg gegen Nordirland und das WM-Ticket für 2018

Belfast.  Das Bemerkenswerte nahmen jene, die es vollbracht hatten, dann doch mit geschäftsmäßiger Routine zur Kenntnis. Sie hatten ihren Job erledigt und als das mit dem Abpfiff in Belfast amtlich wurde, da waren Gesten allzu überbordender Freude eher kaum zu registrieren. Die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hatten ja auch in den mehr als 70 Minuten davor ausreichend Zeit, sich an den neunten Sieg im neunten Qualifikationsspiel zu gewöhnen und mit erstaunlicher Souveränität die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland sicherzustellen. So bewerkstelligten die Männer von Bundestrainer Joachim Löw ein 3:1 (2:0), das schon früh auf den Weg gebracht worden war. Genau das war der Plan gewesen vor 18.104 Zuschauern im Windsor-Park.

"Wir können befreit aufspielen, wie ein kleiner Klub im Pokal gegen einen Bundesligisten", hatte Mats Hummels gesagt. Da hatte er gerade erfahren, dass diese nordirische Mannschaft seit vier Jahren kein Qualifikationsheimspiel mehr verloren hat. Zusammen mit dem, was er schon wusste – dass der Gegner erst zwei Gegentore in der laufenden Qualifikationsphase hat hinnehmen müssen und zwar gegen die Deutschen im Hinspiel –, ergab sich die Einschätzung eines schwierigen Spiels, die der Bayern-Profi humoristisch zuspitzte.

Es war aber weniger die Leichtigkeit des Seins, die die deutsche Mannschaft in Führung brachte, sondern die Präzision und Wucht Sebastian Rudys. 100 Sekunden waren gerade mal gespielt, als der Bayern-Profi einen recht brachia...

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