WM-Novum: Halbfinale erstmals ohne Deutschland, Brasilien oder Argentinien

Das gab es noch nie: Die Runde der letzten Vier einer WM findet ohne die Großmächte Brasilien, Deutschland und Argentinien statt.

Die WM in Russland hat für ein Novum gesorgt. Bei der 21. Auflage stehen erstmals weder Deutschland, noch Brasilien oder Argentinien unter den besten Vier. Kurios: Alle drei schieden in der Arena von Kasan aus, die Hauptstadt der Republik Tatarstan wurde damit zum Friedhof der Weltmeister.

Elf der bislang 20 Titel gewannen Rekordweltmeister Brasilien (fünf), Titelverteidiger Deutschland (vier) und Vizeweltmeister Argentinien (zwei). Die drei Teams kamen in der WM-Historie zusammen 29-mal unter die ersten Vier.

WM 2018: Frankreich und England sind die einzigen Weltmeister im Turnier

Zuerst war die deutsche Elf zum Vorrundenabschluss mit 0:2 gegen Südkorea im Stadion an der Kasanka gescheitert, dann folgte Argentinien mit dem 3:4 im Achtelfinale gegen Frankreich. Am Freitag reihte sich auch Brasilien beim 1:2 im Viertelfinale gegen Belgien ein. Frankreich (1998) und England (1966) sind die einzig verbliebenen Weltmeister im Turnier.

Das Aus der Brasilianer machte zudem das fünfte rein europäische Halbfinale der WM-Geschichte perfekt. Nur 1934, 1966, 1982 und 2006 hatten ausschließlich Mannschaften vom Alten Kontinent in der Runde der letzten Vier gestanden.