Japan entlässt Nationaltrainer Vahid Halilhodzic wenige Wochen vor der WM

Die WM in Russland beginnt in wenigen Wochen. Nun hat sich Japan noch einmal für einen Trainerwechsel entschieden und Vahid Halilhodzic entlassen.

Zwei Monate vor dem Start der Weltmeisterschaft hat Japan seinen Trainer Vahid Halilhodzic entlassen und den erfahrenen Akira Nishino als Nachfolger vorgestellt. Verbandspräsident Kozo Tashima begründete den Schritt mit einer "Notfallmaßnahme" nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen. Auch der autoritäre Führungsstil des 65 Jahre alten Bosniers Halilhodzic soll immer wieder für Kritik gesorgt haben.

Die Hoffnungen der "Blue Samurai" ruhen nun ganz auf Nishino. Der 63-Jährige hat als Vereinstrainer bereits zahlreiche Erfolge in Japan gefeiert, auch für eine der Sternstunden des japanischen Fußballs war er verantwortlich. Bei Olympia 1996 hatte Japan mit Nishino als Coach das Gruppenspiel gegen Brasilien mit Ronaldo und Roberto Carlos völlig überraschend 1:0 gewonnen.

"Wir waren der Ansicht, dass wir eine interne Lösung brauchen, da wir bis zur WM nur noch zwei Monate Zeit haben", sagte Tashima. Als Gründe für die Trennung von Halilhodzic, der das Team 2015 übernommen hatte, gab der Verbandspräsident einen Mangel an "Kommunikation und Vertrauen" zwischen dem Bosnier und den Spielern an.

Das japanische Team um die Bundesliga-Profis Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt), Yuya Osako (1. FC Köln) und Gotoku Sakai (Hamburger SV) hatte Ende März im belgischen Lüttich 1:2 gegen die Ukraine verloren. Gegen Mali hatte es zuvor nur zu einem mageren 1:1 gereicht. Bei der WM in Russland treffen die Asiaten in der Vorrunde auf Polen, Senegal und Kolumbien.