WM-Gastgeber Russland unterliegt Frankreich

WM-Gastgeber Russland unterliegt Frankreich

79 Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien sucht WM-Gastgeber Russland weiter nach seiner Form. Vier Tage nach dem 0:3 gegen Rekordweltmeister Brasilien unterlag das Team von Trainer Stanislaw Tschertschessow in St. Petersburg Frankreich mit 1:3 (0:1).
Jungstar Kylian Mbappe (40., 83.) von Paris St. Germain und Paul Pogba (49.) von Manchester United trafen für den Weltmeister von 1998, der am vergangenen Freitag in Paris 2:3 gegen Kolumbien verloren hatte. Fedor Smolow (68.) konnte für die Russen nur noch verkürzen.
Die erste große Chance hatten die Gastgeber durch Smolow, der aber nach einer Viertelstunde an Frankreichs Torwart Hugo Lloris scheiterte. Elf Minuten später vergab auf der anderen Seite Mbappe die Führung für die Gäste, als er aus kurzer Distanz den russischen Keeper Andrej Lunew zu einer Glanztat zwang. Fünf Minuten vor der Pause machte es der 19-Jährige nach Vorarbeit von Pogba besser.
Kurz nach der Pause war dann Pogba selbst mit einem herrlichen Freistoß aus rund 20 Metern erfolgreich. Die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps ließ es anschließend etwas ruhiger angehen, was Smolow prompt bestrafte. Mbappe machte aber kurz vor Schluss für Les Bleus alles klar.
Bei den Russen stand der ehemalige Schalker Roman Neustädter in der Startelf, der frühere Kölner Konstantin Rausch wurde zur zweiten Halbzeit eingewchselt. Die beiden ehemaligen Bundesligaprofis waren nach der Pleite gegen Brasilien vom russischen Verband RFS wegen eines nächtlichen Klubbesuchs mit einer Geldstrafe belegt worden. Bayern-Profi Corentin Tolisso saß bei den Franzosen zunächst auf der Bank, wurde in der 66.. Minute eingewechselt.
Die Russen, die in der Gruppe A außer Saudi-Arabien noch Ägypten und Uruguay als Gegner haben, bestreiten vor dem WM-Start noch zwei weitere Länderspiele in Österreich (30. Mai) und gegen die Türkei (5. Juni). Frankreich, das sich in der Gruppe C mit Australien, Dänemark und Peru auseinandersetzen muss, testet noch am 28. Mai gegen Irland und am 1. Juni gegen Italien.