WM: DHB will Corona-Konzept ändern

WM: DHB will Corona-Konzept ändern
WM: DHB will Corona-Konzept ändern

Der Deutsche Handballbund (DHB) hält kurzfristige Änderungen der strengen Corona-Regeln bei der WM in Polen und Schweden (11. bis 29. Januar im SPORT1-Liveticker) für nicht ausgeschlossen.

„Die Regularien stehen wie sie stehen, daran halten wir uns. Im ursprünglichen Entwurf im November sahen sie noch ganz anders aus, die aktuellen Regeln sind ein erleichterter Stand. Die Diskussion ist womöglich noch nicht am Ende“, sagte DHB-Vorstandschef Mark Schober am Montag in Hannover.

Aus den isländischen und schwedischen Teams hatte es zuletzt Kritik an den Corona-Schutzmaßnahmen während des Turniers gegeben. Diese schreiben einen PCR-Test vor Anreise sowie Schnelltests nach der Vor- und Hauptrunde vor. Zudem ist in den Regularien eine mindestens fünftägige Isolationspflicht bei einem positiven Test festgelegt.

Islands Nationaltorhüter Björgvin Pall Gustavsson drohte dem Weltverband IHF in einem offenen Brief sogar mit juristischen Schritten, da die Corona-Regeln in Polen und Schweden längst gelockert und etwa Isolationspflichten aufgehoben wurden. Mehrere andere Spieler wie Welthandballer Niklas Landin (Dänemark) teilten das Schreiben in den Sozialen Medien. (SERVICE: Spielplan der Handball-WM)

Sportvorstand Kromer glaubt an Änderungen am Corona-Konzept

DHB-Sportvorstand Axel Kromer kann Unmuts-Äußerungen zwar nachvollziehen, will aber auf einen konstruktiven Austausch mit dem Weltverband setzen. Er glaubt, dass sich am Konzept noch etwas ändern kann. NEWS: Alles zur Handball-WM)

Bundestrainer Alfred Gislason wollte das Thema am Donnerstag am liebsten ignorieren. "Ich will nicht allzu viel darauf eingehen. Ich hoffe einfach, dass wir ein Turnier erleben werden, in dem es nur um Handball geht", sagte der Isländer. Vor dem angesetzten PCR-Test am Dienstag hat er keine Sorgen: "Bis jetzt gibt es keine Probleme, wir sind auf einem guten Weg."

Die anstehenden WM-Härtetests gegen den EM-Sechsten Island am Samstag (16.15 Uhr/ZDF) in Bremen und Sonntag (15.30 Uhr/zdf.de) in Hannover sind für Gislason das erste Aufeinandertreffen mit seinen Landsleuten als Bundestrainer.

„Das ist sicherlich etwas Besonderes. Wir wollen möglichst gut spielen und von diesen Spielen lernen. Danach wissen wir deutlich besser, wo wir stehen“, sagte der 63-Jährige.