WM in Budapest: Ein Schlag ins Wasser: Deutsches Schwimm-Team abgesoffen

Franziska Hentke gewann über 200 Meter Schmetterling immerhin die Silbermedaille

Budapest.  Acht Tage lang kämpften die Schwimmer bei den Weltmeisterschaften in Budapest um die Titel. Der Deutsche Schwimm-Verband spielte im Konzert der Schwimm-Größen nur eine Statistenrolle. Franziska Hentke verhinderte mit dem Silber über 200 Meter Schmetterling gerade noch die erste WM ohne Medaillen für Deutschland. Von der Last des Bundestraineramts über den potenziellen neuen Michael Phelps bis zu einer Göttin, die weiß, wie sie unsterblich wird: sechs Erkenntnisse der WM in Budapest.

Das Amt des Schwimm-Bundestrainers ist kein leichtes: Henning Lambertz, der Chef-Bundestrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes, steht in der Kritik. Erst bemängelte Philip Heintz, der sich inzwischen entschuldigt hat, "fehlendes Vertrauen" und "falsche Termingestaltung", dann äußerte Hentke ihre Enttäuschung über die Nicht-Nominierung ihres Heimtrainers, und schließlich wurde ein mehrere Monate alter Brief an die DSV-Präsidentin Gabi Dörries veröffentlicht. Jürgen Küchler, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT), hatte im November beklagt, er müsse "hilflos zusehen, wie in kurzer Zeit das zugrunde gerichtet wird, was wir über lange Jahre mühevoll am Laufen gehalten haben". Lambertz warf Küchler eine Intrige vor. Lambertz hat es nicht einfach. Nach der Leistungssportreform in Deutschland soll er mehr Medaillen mit weniger Geld liefern.

"Komplett daneben war es nicht": Dieses Zitat stammt von Marek Ulrich, nachdem er über 100 Meter Rücken als 22. ausge...

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