WM 2018: Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi bietet Panama seine Unterstützung an

Kevin Kuranyi hat Wurzeln in Panama. Er fühlt sich dem WM-Neuling verbunden und möchte während der Endrunde in seiner Ex-Wahlheimat Russland helfen.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Kevin Kuranyi möchte WM-Neuling Panama bei der Endrunde in Russland unterstützen. "Vielleicht gibt es eine Möglichkeit. Ob als Mannschaftsbetreuer oder in einer anderen Funktion, ich würde gerne helfen", sagte Kuranyi dem Sportmagazin Socrates.

Er kenne die meisten Nationalspieler sehr gut und sei mit vielen befreundet, "weil ich jedes Jahr in Panama Fußball spiele und so meiner Jugendmannschaft helfe". Kuranyi, als Sohn eines ungarischen Vaters und einer panamaischen Mutter in Rio de Janeiro geboren, besitzt neben der deutschen und brasilianischen auch die panamaische Staatsangehörigkeit. Er lebte zwei Jahre in dem mittelamerikanischen Land.

Dass sich Panama erstmals für die WM qualifizieren konnte, nannte der frühere Stuttgarter und Schalker einen "Traum. Es gibt Jungs in Panama in meinem Alter, die seit Jahren darum kämpfen, einmal bei einer WM dabei zu sein. Jetzt, am Ende ihrer Karriere, haben sie es geschafft", sagte der 35-Jährige: "Der Präsident hat kurzerhand einen Nationalfeiertag ausgerufen. Jetzt können Sie sich vorstellen, was die WM-Teilnahme für das Land bedeutet."

Der 52-malige Nationalspieler Kuranyi arbeitet nach dem Ende seiner Profikarriere als Spielerberater. Als größten Fehler seiner Laufbahn bezeichnete er in dem Interview seine Stadionflucht im Oktober 2008 beim WM-Qualifikationsspiel gegen Russland in Dortmund. "Sie hat meine Karriere markiert. Es entstand dadurch sicherlich ein etwas anderes Bild von mir. Aber da bin ich selbst schuld."