"Ein Witz" - Kritik an Pep Guardiolas Entscheidung, auf einen Einwechselspieler zu verzichten

Der Katalane entschied sich dagegen, seinen dezimierten Kader mit einem Nachwuchsspieler aufzufüllen. Dafür hagelt es Kritik.

Der ehemalige englische Nationalspieler Gary Neville hat Trainer Pep Guardiola von Manchester City kritisiert. Auslöser für Nevilles Unmut bei Sky Sports war die Entscheidung des Coaches, das Auswärtsspiel beim FC Burnley (1:1) mit 17 Spielern anzugehen und damit einen Platz im Kader freizulassen.

"Ich halte das für einen Witz, für einen absoluten Witz", wetterte Neville, Ex-Kapitän von Citys Lokalrivalen ManUnited: "Er hätte einen Junioren-Trainer bei City anrufen und fragen sollen, welcher Junge einen Schub verdient. Wer hat in dieser Saison gut gespielt und hart gearbeitet? Vergiss die zweite Mannschaft, die hat gestern gespielt. Aber hol' einen Jugen und setz' ihn auf die Bank. Er soll mit der Mannschaft reisen. Von mir aus nimm den Zeugwart und belohne den mit der Erfahrung, in der Premier League dabei zu sein. Gib jemandem im Verein einen Schub.“

Einmal in Rage, attackierte Neville Guardiola weiter: "Wenn du bei Manchester City die Reserve oder die Junioren trainierst, dann musst Du Dir doch denken: 'Ich verschwende meine Zeit.' Vergesst, wie viel Geld der Klub ausgegeben hat. Sechs Spieler auf der Bank... für mich ist das wie ein Protest."

Guardiola entmutigt Manchester Citys Jugendtrainer

Neville, der erklärte, er halte Guardiola für einen "absolut unglaublichen Trainer", kann nicht verstehen, wieso dieser sich diese Baustelle aufmacht: "Solche Sachen sind enttäuschend und das braucht er eigentlich nicht."

Guardiola hatte seine Maßnahme damit begründet, dass ihm aufgrund von Verletzungen aktuell nur noch wenige Spieler zur Verfügung stehen.

"Anstatt sich hinzustellen und zu sagen 'Ich habe keine Spieler', hätte er sagen können, dass er einen jungen Mann aus der Jugend mitgenommen hat, der eine starke Saison spielt. Für mich ist das eine verpasste Gelegenheit, denn Manchester City hat eine klasse Jugendarbeit. Ich finde das wirklich schwach und garantiere, dass die Trainer bei ManCity sich dadurch entmutig fühlen", schloss Neville.