Witwe Litwinenkos fordert Sanktionen gegen Russland

Marina Litwinenko, die Witwe des 2006 mit Polonium ermordeten Ex-KGB-Manns Alexander Litwinenko, hat sich im Fall Skripal erneut zu Wort gemeldet. Nach dem Anschlag von Salisbury fordert sie noch schärfere Sanktionen gegen Russland – auch von der Europäischen Union. Diese hat das Attentat verurteilt, hält sich mit Schuldzuweisungen gegen Moskau aber zurück.

"Wenn Sie die Verantwortlichen bestrafen wollen, dann stellen Sie sicher, dass sie ihr Geld nicht mehr in Europa ausgeben könne", sagt Litwinenko mit Blick auf die EU. "Nehmen Sie zum Beispiel keine Gelder für Geschäfte mehr an. Ich rede nicht von allen Russen, aber von bestimmten Leuten, die man mit ganz persönlichen Sanktionen treffen sollte."

Nach dem Tod ihres Mannes, den sie Sascha nannte, kämpfte Marina Litwinenko für die Aufklärung des Falls. Sie war es, die vor rund 12 Jahren die Untersuchungen ins Rollen brachte. Dass nach Giftattacke von Salisbury schneller und direkter gehandelt wird, begrüßt sie. Litwinenko hofft, dass dadurch dieses Mal niemand sterben muss. Skripal, seine Tochter und offenbar auch ein Polizist schweben weiter in Lebensgefahr.