'Wirtschaftsweise' erwartet weitere Lieferengpässe durch Omikron

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BERLIN (dpa-AFX) - Die "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer rechnet mit Auswirkungen der neuen Corona-Variante Omikron auf die Seefrachtzeiten in internationalen Gewässern. Dadurch könnten sich die bereits bestehende Lieferengpässe weiter verschärfen, warnte sie in der "Rheinischen Post" (Freitag). "Die Seefrachtzeiten von China in die USA haben sich durch die Delta-Variante schon von 85 auf 100 Tage erhöht. Das könnte nochmals zunehmen. Auch Europa ist von diesen Problemen betroffen. Die Lage bleibt angespannt", sagte Schnitzer.

Die sogenannten Wirtschaftsweisen sind ein Beratergremium für die Bundesregierung. Der offizielle Name des aus Top-Ökonomen bestehenden Gremiums lautet "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung".

In der ersten Novemberhälfte hatte das Gremium für 2022 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 4,6 Prozent prognostiziert. Der Zeitung sagte Schnitzer: "Wir rechnen kurzfristig mit einer Stagnation der Wirtschaftstätigkeit, das Vorkrisenniveau wird wohl erst im zweiten Quartal des nächsten Jahres erreicht. Danach wird es wieder aufwärts gehen. Wir erwarten 2022 ein Wachstum von gut vier Prozent."

Die Corona-Pandemie wirbelt die Fahrpläne der Linienreedereien bereits seit längerem so durcheinander, dass Schiffe und Container oft nicht da sind, wo sie sein sollen. Zudem hat die früh angesprungene Konjunktur vor allem in China und den USA die Nachfrage nach Seetransporten derart erhöht, dass die Kapazitäten mehr als ausgeschöpft sind.

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