Wirtschaftskrise führt zu Cola-Knappheit in Turkmenistan

Die Preise sind sprunghaft gestiegen

Angesichts der sich zuspitzenden Wirtschaftskrise in Turkmenistan befürchten Einwohner der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik eine zunehmende Cola-Knappheit. Nachdem der Preis für die koffeinhaltige Brause zuletzt in die Höhe geschossen war, dementierte der Hersteller Coca-Cola Icecek am Donnerstag zwar, dass er sich vom turkmenischen Markt zurückziehen werde. Gleichwohl gebe es Lieferengpässe bei den verwendeten Rohstoffen und "vorübergehende Probleme beim Währungsumtausch".

In der Hauptstadt Aschchabat gaben mehrere Ladenbesitzer an, dass es mittlerweile zu teuer sei, Coca-Cola auf Lager zu haben, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zuvor war der Preis für eine Halb-Literflasche von 1,5 auf 4 Manat (umgerechnet gut 90 Cent) in die Höhe geschossen. Der Preis sei "erheblich gestiegen", berichtete auch der Taxifahrer Mergen Kakajew.

Turkmenistan verfügt über die viertgrößten Erdgasreserven der Welt, leidet jedoch seit Jahren unter dem Fall der Energiepreise. Dazu kommen die äußerst kostenintensiven Asiatischen Hallen- und Kampfsportspiele, die im September in Aschchabad abgehalten wurden. Die Cola-Preise seien erstmals nach Beendigung der Spiele sprunghaft angestiegen, berichteten die Ladenbesitzer weiter. Coca-Cola Icecek, das in Aschchabat rund 300 Menschen beschäftigt, war einer der Sponsoren der Spiele.

Die nationale Währung Manat war von der turkmenischen Regierung zuletzt Anfang 2015 abgewertet worden, gilt aber immer noch als überbewertet. Offiziell liegt der Umtauschkurs zum Dollar bei 3,5 Manat. Auf dem Schwarzmarkt ist ein Dollar hingegen acht Manat wert.