E-Autos in Berlin: Förderprogramm: Berliner Betriebe sollen Ladesäulen erhalten

Ein Elektroauto an einer Stromtankstelle

Berlin.  Der Senat will Unternehmen bei der Errichtung von Ladesäulen unterstützen, um mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen. "Wir wollen mit einem einstelligen Millionenprogramm für die Ladeinfrastruktur vor allem für die Betriebshöfe von Unternehmen, vom Handwerker über den Pflegedienst bis hin zum Taxi starten", sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) im Interview mit der Berliner Morgenpost.

Es sei offensichtlich, dass hier gerade seit der Debatte um Diesel-Fahrverbote ein Bedarf entstehe, vor allem bei den Gewerbeflotten. "Viele sagen: Wir würden gerne umrüsten, aber bekommen keine Unterstützung", so Pop. Schnellladesäulen, die bis zu 50.000 Euro kosteten, könne sich nicht jeder Betrieb leisten.

Elektrolieferwagen der Post sind bereits erfolgreich

In der Berliner Wirtschaft stößt die Idee auf ein geteiltes Echo. "Der Gedanke ist gut", sagt Carsten Brönstrup, Sprecher der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Infrage kämen die Ladesäulen vor allem für die Dienstwagenflotten von Unternehmen und deren Mitarbeiter. Der Kauf eines E-Autos könnte für sie reizvoll werden, wenn auf dem Firmenparkplatz Ladesäulen bereitstünden. Mittelfristig könnten auch Lieferdienste das Angebot in Anspruch nehmen. So ist die Deutsche Post mit ihrem Elektrolieferwagen Street-Scooter bereits äußerst erfolgreich und möchte expandieren. Weniger profitieren würden Baufirmen, für deren Fahrzeuge es noch keine E-Modelle gebe, so Brönstrup.

Bild Nr. 1:
Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen), Berliner Wirtschaftssenatorin Britta Pedersen / dpa

In der Handwerksbranche reagiert man zurückhaltend. Es...

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