Was wirklich erschreckend daran ist, dass ein Twitter-Mitarbeiter Trumps Account gelöscht hat (TWTR)

Alexei Oreskovic
Donald Trump

Am Donnerstag wurde Donald Trumps Twitteraccount für 11 Minuten gelöscht. Ein Mitarbeiter hatte sich an seinem letzten Arbeitstag den Scherz erlaubt, den Account des US-Präsidenten zu löschen. Zuerst gab Twitter an, es handle sich dabei um einen Fehler, einige Stunden später schrieb der Kurznachrichtendienst jedoch: „Durch unsere Untersuchung haben wir erfahren, dass ein Mitarbeiter des Twitter-Kundendienstes das an seinem letzten Arbeitstag gemacht hat.“

Auf Twitter bekam dieser Mitarbeiter großes Lob von vielen Nutzern und wurde als Held gefeiert. An dem Vorfall ist aber nichts lustig oder lobenswert — ganz im Gegenteil: Es ist besorgniserregend.

Trumps Twitteraccount ist ein Phänomen, das es so vorher noch nicht gab. Die mächtigste Person der Welt hat ein Megafon, um spontan alles rauszuhauen, was ihm durch den Kopf geht. Es gibt keinen Filter, keiner Verzögerung und er kann es nicht zurücknehmen.

Jack Dorsey

Twitter weigert sich, Details zu veröffentlichen, wie dieser einzigartige Account geschützt wird. Dafür gibt es offensichtlich sehr wichtige Sicherheitsbedenken, deshalb hält sich Twitter bedeckt. Dass aber der US-Präsident für elf Minuten die Macht über seinen Account verloren hat, ist kein gutes Zeichen. Der Mitarbeiter soll im Support-Team gearbeitet haben. Dieser Vorfall zeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen für den Account — wie auch immer sie aussehen —  große Lücken aufweisen.

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