Wirbel um "Paradise Papers": U2-Star Bono reagiert auf die Vorwürfe

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Auch U2-Frontman Bono soll von den Enthüllungen der "Paradise Papers" betroffen sein. So reagiert der Künstler auf die Vorwürfe.

Paul David Hewson (57), bekannt als U2-Frontman Bono, wird in den "Paradise Papers" als Investor für ein Einkaufszentrum in der litauischen Kleinstadt Utena aufgeführt. Um angeblich Steuern zu sparen, soll der irische Künstler diese Investition über eine Firma getätigt haben, die ihren Sitz auf der britischen Niedrigsteuer-Insel Guernsey im Ärmelkanal hat. Das wurde am Sonntag im Rahmen der weltweiten Enthüllungen bekannt. Jetzt hat sich der Musiker zu Wort gemeldet.

"Ich wäre extrem erschüttert, wenn - selbst als ein passiver Minderheitseigentümer in Litauen - irgendetwas in meinem Namen gemacht worden wäre, dass auch nur im Ansatz nicht vorbildlich ist", schreibt der Künstler in einem Statement auf Facebook. Ihm sei versichert worden, dass alles steuerkonform sei. "Wenn dem nicht so ist, will ich das genauso wissen, wie die Steuerbehörde", so Bono weiter. Vor diesem Hintergrund begrüße er die angekündigten Überprüfungen. "Ich nehme das alles sehr ernst."

Untersuchungen eingeleitet

Bono reagierte auf die Veröffentlichungen der geleakten Unterlagen, nachdem die litauischen Steuerbehörden angekündigt hatten, die Details des Geschäfts genauer untersuchen zu wollen. Das Einkaufszentrum hatte in den vergangenen zehn Jahren mithilfe von Abschreibungen keine Steuern auf den Gewinn gezahlt.

Neben Bono sind viele weitere international bekannte Persönlichkeiten von den Veröffentlichungen in den "Paradise Papers" betroffen, darunter die Queen, Prinz Charles,...

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