Wirbel um Bentaleb-Aussage - Freund entschuldigt sich

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

Steffen Freund hat sich nach dem Wirbel um seine Aussagen im CHECK24 Doppelpass entschuldigt.

"Jeder der mich und meine Karriere als Spieler und als Trainer ein wenig kennt, weiß, dass ich jede Form von Rassismus zutiefst verabscheue. Natürlich sind weder Hautfarbe, Glaube oder Herkunft für die Leistungen eines Spielers im Training und auf dem Platz entscheidend", erklärte der Europameister von 1996 bei Twitter.

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Freund erntet Kritik für Bentaleb-Aussagen

Freund hatte sich in der Sendung zu den Suspendierungen von Nabil Bentaleb und Amine Harit geäußert.

"Bentaleb kenne ich persönlich. Er war Spieler bei der Tottenham Hotspur, ist dort groß geworden. Er hatte unglaublich viel Talent, war einer der besten Spieler. Er ist französisch-algerischer Herkunft. Die Kaderplaner müssen wissen, dass da auch schnell eine gewisse Aggressivität und Disziplinlosigkeit kommt, wenn er nicht gesetzt ist", erklärte Freund, der von 2012 bis 2015 Co-Trainer der Spurs war.

Malochen und sein Herz ausschütten sei auf Schalke das Allerwichtigste. Zu Harit erklärte Freund: "Auch er kann mit seinen Wurzeln natürlich nicht. Da wurden die falschen Spieler gekauft." (Tabelle der Bundesliga)

Für diese Aussagen bekam Freund in den sozialen Medien mächtig Gegenwind. "Niemand ärgert sich darüber mehr als ich, dass ich mich in der Livesendung Doppelpass leider so missverständlich ausgedrückt habe. Dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen", erklärte Freund einige Stunden nach der Sendung.

Schon im Laufe des Doppelpasses hatte der Ex-Spieler der Königsblauen erklärt, seine Aussagen seien nicht rassistisch gemeint. "In Tottenham, wenn ihm das Spiel nicht gefallen hat, hat er das Spielfeld einfach verlassen", sagte er bezogen auf Bentaleb. (Tabelle der Premier League)

Auch Schalke nahm Stellung zu den Aussagen Freunds. Das Tabellenschlusslicht der Bundesliga stellte klar: "Die Denkpause für Harit und Bentaleb hat nichts mit deren Wurzeln zu tun. Sowas hat für uns grundsätzlich nichts mit der Herkunft zu tun."