Winzer freuen sich über anhaltende Wärme

Winzer freuen sich über Wärme

Des Bauern Leid ist des Winzers Freud: Während wegen der Trockenheit in Deutschland vielerorts massive Ernteausfälle drohen, profitiert der Wein von der Wärme. Das Deutsche Weininstitut (DWI) rechnet in diesem Jahr mit dem "frühesten Federweißer, den wir jemals gehabt haben", sagte DWI-Sprecher Ernst Büscher am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind so früh dran, dass wir selbst den Italienern Paroli bieten können."

Den ersten Federweißer könnte es dieses Jahr schon Anfang bis Mitte August geben, und auch die Hauptlese werde "zwei bis drei Wochen früher" starten, sagte Büscher. Durch die Wärme sei die Reifeentwicklung weit fortgeschritten. Die Winzer seien in einer "komfortablen Situation", weil sie den optimalen Erntezeitpunkt gut abpassen könnten.

Anders als im vergangenen Jahr rechnet das Weininstitut 2018 nicht mit einem Ernteminus, die Ertragsaussichten seien "bislang zufriedenstellend", sagte Büscher. Günstiger werde der Wein deshalb zwar nicht, allerdings auch nicht teurer.

"Bis zur Hauptlese sollte es aber schon noch einmal regnen", wünscht sich Büscher. Zwar kämen vor allem ältere Reben tief im Boden gut an Wasserreserven heran, auch sie müssten aber ihre Speicher auffüllen. "Sonst fällt die Rebe in einen Sparmodus."