Wintersturm "Friederike" kostet deutsche Versicherer rund eine Milliarde Euro

Sturmschäden an einer Schule in Halberstadt

Der schwere Wintersturm "Friederike" hat Versicherungsschäden von rund einer Milliarde Euro hinterlassen. Das teilte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin nach einer Sonderbefragung unter seinen etwa 450 Mitgliedsunternehmen mit. Er war demnach der zweitteuerste Wintersturm der vergangenen etwa 20 Jahre. Am schlimmsten wütete laut GDV "Kyrill", der 2007 Versicherungsschäden von zwei Milliarden Euro verursacht hatte.

Das Sturmtief "Friederike" war vor einer Woche über Teile Deutschlands gezogen und hatte schwere Schäden angerichtet. Orkanböen deckten Dächer ab, rissen zahlreiche Bäume um und ließen Autofahrer von Straßen abkommen. Es gab mehrere Tote, die Bahn stoppte bundesweit den Fernverkehr. Nach Angaben von Meteorologen war es einer der stärksten Stürme seit "Kyrill".

Nach Angaben der Versicherer erfasst ihre Bilanz vor allem Schäden an Gebäuden, die auf etwa 900 Millionen Euro beziffert werden. Dazu kommen rund 100 Millionen Euro für kaputte Autos.

In einer ersten vorläufigen Berechnung unmittelbar nach dem Durchzug von "Friederike" hatte der GDV den Schaden auf 500 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen erbrachte eine Befragung bei den Versicherungsunternehmen eine genauere Schadenssumme.