Wintersport: Bob-Weltverband hebt Suspendierungen russischer Athleten auf

Der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF hat die vorläufigen Suspendierungen gegen neun russische Athleten aufgehoben. Wie der Verband am Freitag nach einer Sitzung am Münchner Flughafen mitteilte, warte er weiter auf eine schriftliche Begründung der Olympia-Sperre der betroffenen Athleten durch das IOC und könne eine weitere Suspendierung nicht rechtfertigen.

Der Bob- und Skeleton-Weltverband IBSF hat die vorläufigen Suspendierungen gegen neun russische Athleten aufgehoben. Wie der Verband am Freitag nach einer Sitzung am Münchner Flughafen mitteilte, warte er weiter auf eine schriftliche Begründung der Olympia-Sperre der betroffenen Athleten durch das IOC und könne eine weitere Suspendierung nicht rechtfertigen.

Für besonderes Aufsehen hatte in der vergangenen Woche die Sanktion gegen den früheren Bobpiloten Alexander Subkow gesorgt. Der zweifache Goldmedaillengewinner von Sotschi ist amtierender Präsident des russischen Bobverbandes. Zudem waren aus dem Bobsport der Sotschi-Vierte Alexander Kasjanow sowie seine Anschieber Ilwir Chusin und Alexei Puschkarjow gesperrt worden.

Von den Skeletonis wurden Sotschi-Olympiasieger Alexander Tretjakow, Sergej Tschudinow (5.) sowie Bronze-Gewinnerin Jelena Nikitina, Olga Potylizina (5. Platz) und Maria Orlowa (6.) suspendiert und nun vom Weltverband vorerst wieder zugelassen. Ihre lebenslangen Sperren für die Olympischen Spiele bleiben bestehen.

Der Skiweltverband FIS hatte gegensätzlich zur IBSF gehandelt. Im Falle des Sotschi-Olympiasiegers Alexander Legkow und fünf weiterer lebenslang vom IOC gesperrter Skilangläufer hatte die FIS zunächst von einer weiteren Suspendierung abgesehen, um die schriftliche Urteilsbegründung abzuwarten. Nachdem das IOC diese am Montag vorgelegt hatte, suspendierte die FIS am Donnerstag alle sechs Athleten.

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