Wintersport: Bach: Unabhängige Dopingtests in Pyeongchang

Nach den Manipulationen in Sotschi sollen die Dopingtests bei den kommenden Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) von einer unabhängigen Agentur durchgeführt werden.

Nach den Manipulationen in Sotschi sollen die Dopingtests bei den kommenden Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) von einer unabhängigen Agentur durchgeführt werden.

IOC-Präsident Thomas Bach kündigte am Rande der Leichtathletik-WM in London an, dass die Independent Testing Authority (ITA) autark vom IOC, den internationalen Verbänden und Staaten für die Kontrollen verantwortlich sein wird.

Bereits bei den Sommerspielen in Rio 2016 hatte das IOC die Bestrafung von Dopingverstößen an den Internationalen Sportgerichtshof CAS abgeben.

Der frühere Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Gregori Rodtschenkow, hatte im Mai 2016 ausgepackt und erklärt, dass es in Sotschi 2014 ein staatlich gestütztes Dopingsystem gegeben habe.

Mehrere Dutzend russischer Sportler sollen gedopt gewesen sein. Der kanadische Ermittler Richard McLaren ergänzte, dass zwischen 2011 und 2015 rund 1000 russische Athleten vom Dopingsystem ihres Landes profitiert haben sollen.

Ob Russland als Konsequenz aus dem Skandal für Pyeongchang gesperrt wird oder andere Sanktionen beschlossen werden, ließ Bach in London offen. Er wolle nicht spekulieren und verwies auf die Arbeit von zwei Kommissionen des IOC, die die Hintergründe und das Ausmaß des Dopings in Sotschi derzeit untersuchen. "Es kommt auf die Ergebnisse ihrer Arbeit an", sagte Bach.

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