Winterspiele extrem: Benutzte Skier müssen auf den Müll

Die Olympischen Winterspiele haben lange nicht bei einer solchen Eiseskälte stattgefunden. Den Minusgraden in Pyeongchang hält nicht einmal das Equipment der Sportler stand.

Die Skifahrer werden in Pyeongchang vor besondere Herausforderungen gestellt. (Bild: Jonathan Hayward/The Canadian Press via AP)

In den Skigebieten von Südkorea herrschen aktuell Minusgrade im zweistelligen Bereich. Für die
Sportler, die heute die Eröffnung der Olympischen Winterspiele feiern, bedeuten solche
heftigen Wetterbedingungen eine zusätzliche Herausforderung. Denn bei dieser Kälte macht
sogar ihr Equipment schlapp. Reuters berichtet, dass die Skier der Olympioniken nach einem
einzigen Lauf ruiniert sind.

“Einer der Trainer hat gesagt, dass sie die Skier nach dem Tag heute wegwerfen”, so Techniker
Craig Randell, der an den Slalom-Strecken im Yongpyong Alpine Centre arbeitet. “Man kann
nichts dagegen machen, bei den kalten Temperaturen haftet der Schnee an den Skiern und
verbiegt sie. So wird sehr schnell Müll aus den Skiern.”


Verschwendung oder Leistungsoptimierung?

Rendell erklärt, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als das Equipment nach jedem
Durchgang auszutauschen. Auch wenn diese Methode verschwenderisch sei, könne der Schnee
negative Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der Sportler haben. Auf dem Level, auf dem
sich die Athleten bewegen, seien eben schon Millisekunden entscheidend.

Wetterdienste berichten, dass sich die Temperaturen in Pyeongchang in der kommenden
Woche entspannen sollen. Während der Eröffnungszeremonie mussten Sportler und Gäste vor
wenigen Stunden allerdings noch in der klirrenden Kälte zittern.