Winterreifentest: Zweitmarken teils besser als Hauptmarken

Das Angebot an Winterreifen ist groß. Ob Materiel, Profil oder Preis - je nach Hersteller gibt es hier einige Unterschiede. Der ADAC hat sie getestet. Foto: Andrea Warnecke

Im ADAC-Winterreifentest schneiden 26 von 32 Reifen «befriedigend» ab. Nur vier sind «gut». Darunter ausgerechnet auch die billigen Zweitmarken namhafter Hersteller.

München (dpa/tmn) - Gute Winterreifen müssen nicht teuer sein. Im Winterreifen-Test des ADAC haben in einigen Fällen jetzt sogar Zweitmarken die teuren Hauptmarken der Hersteller hinter sich gelassen.

So liegt bei den Winterreifen für Kleinwagen und Kompakte (195/65 R15) der «Kleber Krisalp HP3» (Note 2,4, Preis: 63 Euro) auf Rang drei und damit neun Plätze vor der Hauptmarke «Michelin Alpin 5» (Note 3,2, Preis: 77 Euro). Auch der preisgünstige «Esa+Tecar Super Grip 9» (Preis: 49 Euro) landet drei Plätze vor dem Premiumprodukt aus dem Haus Goodyear («Ultra Grip 9»).

Beide Reifen der Zweitmarken sind im unteren Preissegment anzusiedeln und gut auf trockener und schneebedeckter Fahrbahn, so der ADAC. Testsieger ist der «Continental WinterContact TS 860» (Note 2,1, 74 Euro). Er bekommt die Bestnote auf Nässe und ist laut ADAC auch bei Schnee besonders gut.

Anders ist es bei den 16 Reifen für SUVs (215/65 R16): Der günstigste ist hier auch gleichzeitig der schlechteste. Richtig überzeugen konnte nur der «Dunlop Winter Sport 5» (Note 2,3, Preis: 123 Euro). Der Pneu erreichte als einziger Reifen dieser Klasse ein «Gut» und die Bestnote auf Nässe und im Spritverbrauch. Insgesamt liegt die Preisspanne bei Reifen im SUV-Segment zwischen 77 und 129 Euro.

Der ADAC hat insgesamt 32 Reifen für Klein- und Kompaktwagen sowie SUVs von 49 bis 129 Euro getestet. 26 Reifen bekamen die Note «Befriedigend», je ein Modell ist «ausreichend» und «mangelhaft». Vier schneiden «gut» ab.