Windturbinenbauer Siemens Gamesa schreibt zum Auftakt rote Zahlen

dpa-AFX

ZAMUDIO (dpa-AFX) - Der Windanlagenbauer Siemens Gamesa hat im ersten Quartal rote Zahlen geschrieben. Der Nettoverlust betrug in den Monaten Oktober bis Dezember 35 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Eine vergleichbare Vorjahreszahl nannte der im vergangenen Jahr aus der Fusion des Windgeschäfts von Siemens mit dem spanischen Wettbewerber Gamesa hervorgegangene Konzern nicht.

Preisdruck sowie deutlich geringere Volumen im Geschäft mit Windenergie an Land ließen Umsatz und operatives Ergebnis (Ebit) zweistellig einbrechen. Der Umsatz sank um 23 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Das Ebit ging um 87 Prozent auf 35 Millionen Euro zurück. Vor Kaufpreisallokation sowie Restrukturierungs- und Integrationskosten nahm das Ebit um 51 Prozent auf 133 Millionen Euro ab. Robust zeigten sich dagegen die Auftragseingänge: Sie nahmen um 29 Prozent auf 2,8 Gigawatt Leistung zu.

Die Jahresprognose bekräftigte das Unternehmen: Der Umsatz soll 2017/18 (per 30. September) zwischen 9 und 9,6 Milliarden Euro liegen. Die bereinigte Ebit-Marge sieht Siemens Gamesa bei 7 bis 8 Prozent. Im Auftaktquartal betrug sie 6,3 Prozent. Die Integration der beiden Unternehmen komme gut voran, hieß es.