Windanlagenbauer Siemens Gamesa leidet unter steigenden Kosten - Senkt Ausblick

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ZAMUDIO (dpa-AFX) - Der Windkraftanlagenbauer Siemens Gamesa <ES0143416115> senkt nach hohen Belastungen aus der Neubewertung von Projekten seine Gewinnprognose. Vor allem anziehende Rohmaterialpreise und höhere Anlaufkosten werden mehr und mehr zur Belastung. Auch beim Umsatz wird Siemens Gamesa pessimistischer, wie das Unternehmen am späten Mittwochabend nach Börsenschluss im spanischen Zamudio mitteilte.

Beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern fuhr der Anbieter im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal (Ende Juni) nach vorläufigen Zahlen einen Verlust von rund 150 Millionen Euro ein und geht nun auch im gesamten Geschäftsjahr (Ende September) nur noch im besten Fall von einer schwarzen Null aus. Die entsprechende Marge soll nun zwischen minus einem und null Prozent landen. Zuletzt hatte Siemens Gamesa einen Wert von plus drei bis fünf Prozent ins Auge gefasst.

Beim operativen Ergebnis im dritten Quartal hatten Analysten mit einem Gewinn gerechnet. Allerdings musste Siemens Gamesa nach einer Überprüfung der eigenen Aufträge eine Wertminderung von rund 229 Millionen verbuchen. Vornehmlich lag das an steigenden Rohmaterialpreisen und erwartet höheren Anlaufkosten einer neuen Onshore-Plattform insbesondere in Brasilien. Der Umsatz lag im abgelaufenen Quartal bei rund 2,7 Milliarden Euro und damit im Rahmen der Erwartungen von Experten. Im Geschäftsjahr dürfte er aber nur das untere Ende der Prognosebandbreite von 10,2 bis 10,5 Milliarden Euro erreichen, hieß es.

Angaben zum Nettoergebnis machte das Unternehmen zunächst nicht. Siemens Gamesa will den Zwischenbericht zum abgelaufenen Quartal am 30. Juli vorlegen.

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