Wimbledon-Siegerin zum Sex gezwungen?

·Lesedauer: 2 Min.
Wimbledon-Siegerin zum Sex gezwungen?
Wimbledon-Siegerin zum Sex gezwungen?

Chinas Tennis-Star Peng Shuai (35) hat offenbar den ehemaligen chinesischen Vizepremier Zhang Gaoli beschuldigt, sie zum Sex gezwungen zu haben.

Am Dienstag tauchte nach übereinstimmenden Medienberichten auf dem verifizierten Weibo-Account (ein soziales Netzwerk in China) der ehemaligen Weltranglistenersten im Doppel (Wimbledon und French-Open-Siegerin) ein Beitrag auf, der sich direkt an Zhang richtete.

Ursula Karven: MeToo hat in Deutschland nicht wirklich was gebracht

In dem Post, dessen Echtheit hinsichtlich des Absenders bislang nicht verifiziert werden konnte, war zu lesen, dass Peng zwar keine Beweise habe, Zhang sie aber zunächst zum Sex genötigt habe, später sei daraus dann eine Beziehung entstanden.

„Ich fühlte mich wie eine wandelnde Leiche“

Begonnen habe das heimliche Verhältnis aber mit Sex gegen ihren Willen. „Warum musstest du zu mir zurückkommen, hast mich zu dir nach Hause gebracht, um mich zum Sex mit dir zu zwingen“, hieß es in den Weibo-Posting. „Ich kann nicht beschreiben, wie angewidert ich war und wie oft ich mich gefragt habe, ob ich noch ein Mensch bin. Ich fühle mich wie eine wandelnde Leiche“.

Etwa eine halbe Stunde nach Veröffentlichung verschwand Pengs Beitrag wieder von der Seite, einige Stunden später war ihr Account nicht mehr auffindbar und selbst Suchanfragen nach Peng auf der Plattform zeigten nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters keine Ergebnisse mehr an.

China: Erster prominenter "MeToo"-Fall abgewiesen

Der 75 Jahre alte Zhang war von 2012 bis 2017 Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros. Von 2013 bis 2018 hatte er den Rang des Vize-Ministerpräsidenten inne.

Auch in China ist seit einigen Jahren die #MeToo-Bewegung ein großes Thema geworden. Seither wurden immer wieder Vorwürfe gegen einflussreiche chinesische Männer laut. Mit Zhang ist nun erstmals ein ehemals hochrangiger Politiker involviert.

Bisher blieben Anfragen diverser Medien an Peng und Zhang unbeantwortet.

VIDEO: Hollywood verzerrt die MeToo-Bewegung

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.