Deutsches Dreamteam für Olympia droht zu zerbrechen

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Deutsches Dreamteam für Olympia droht zu zerbrechen
Deutsches Dreamteam für Olympia droht zu zerbrechen

Nach ihrem Halbfinal-Aus in Wimbledon hat Angelique Kerber ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen infrage gestellt.

Ein Start in Tokio (ab 23. Juli) sei zwar "der Plan, das steht in meinem Kalender", sagte die Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016: "Aber ich werde mich trotzdem mit meinem Team hinsetzten und besprechen, wie die nächsten Wochen aussehen und wie wir das weiter planen." (NEWS: Alles zu Wimbledon)

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Durch den Titelgewinn in Bad Homburg und den Einzug in ihr viertes Wimbledon-Halbfinale hat Kerber aus den vergangenen drei Wochen elf Matches in den Knochen.

Lässt sie deswegen Olympia komplett platzen, ist auch der seit langem in Aussicht gestellte Auftritt im Mixed als deutsches "Dream Team" mit Alexander Zverev hinfällig.

Kerber und Zverev wollten bei Olympia im Mixed antreten

Die beiden hatten vor längerer Zeit verabredet, in Tokio als Duo anzutreten, wenn die Umstände es zulassen - es gibt auch mögliche formale Hürden in Bezug auf die Weltranglistenposition der beiden.

"Ich habe sehr viel gespielt und mein Körper merkt das natürlich auch", sagte Kerber nach dem 3:6, 6:7 (3:7) gegen die Weltranglistenerste Ashleigh Barty. Kerber wäre bei weitem nicht der erste Tennis-Star, der Olympia in Tokio sausen lässt - schon fix sind unter anderem die Absagen von Serena Williams, Rafael Nadal, Dominic Thiem, Stan Wawrinka und nun auch Nick Kyrgios.

"Ich werde auf jeden Fall ein paar Tage Pause für mich nehmen, und die werde ich auch brauchen", ergänzte sie - und machte zugleich aber auch deutlich, welch hohen Stellenwert Olympische Spiele für sie besitzen.

Wimbledon: Alle Einzel-Halbfinals und die Finals im SPORT1-Liveticker

Angelique Kerber trat 2016 in die Fußstapfen von Graf, Becker und Stich

"Olympia ist für mich immer etwas ganz Besonderes. Jeder Athlet versucht, das Beste für sein Land herauszuholen", sagte die 33-Jährige und sprach von einem "unbeschreiblichen Gefühl", das sie vor fünf Jahren schon erlebt habe: "Das war auf jeden Fall auch ein Highlight meiner Karriere."

Kerber hatte 2016 in Rio Silber hinter Siegerin Monica Puig geholt und damit das erste deutsche Einzel-Edelmetall im Tennis seit Tommy Haas' Silber im Jahr 2000. Kerber war damit auch in die Fußstapfen von Steffi Graf getreten, die 1988 den "Golden Slam" und 1992 in Barcelona ebenfalls Silber geholt hatte.

Die weiteren deutschen Olympia-Medaillen gab es in den Doppel-Konkurrenzen: Steffi Graf und Claudia Kohde-Klisch (Bronze 1988), Boris Becker und Michael Stich (Gold 1992), Marc-Kevin Goellner und David Prinosil (Bronze 1996), Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler (Silber 2004).

Diesmal sind für das Herren-Doppel Zverev und Jan-Lennard Struff sowie Tim Pütz und Kevin Krawietz nominiert (Krawietz' etatmäßiger Partner Andreas Mies ist verletzt), bei den Damen Anna-Lena Friedsam und Laura Siegemund. Im Einzel sind neben Zverev, Struff, Siegemund und Kerber, wenn sie doch antritt, auch Philipp Kohlschreiber und Dominik Koepfer dabei.

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Mit Sportinformationsdienst (SID)

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