Williams hat Kubica auf dem Zettel

Robert Kubica hat ein Cockpit in der Formel 1 noch nicht abgeschrieben

Der frühere Formel-1-Pilot Robert Kubica darf sich trotz der geplatzten Zusammenarbeit mit Renault weiterhin ganz leise Hoffnung auf eine Rückkehr in die Königsklasse machen. Der Traditionsrennstall Williams hat den Polen, der vor rund sechs Jahren bei einem Unfall schwere Verletzungen erlitten hatte, für die kommende Saison zumindest auf der Liste.

"Robert ist definitiv eine sehr interessante Möglichkeit und spielt eine Rolle in unseren Überlegungen", sagte Paddy Lowe, Technischer Direktor bei Williams, im Vorfeld des Großen Preises von Malaysia (Sonntag, 9.00 Uhr im LIVETICKER). Neuer Manager Kubicas ist Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg, der seine Karriere im Winter beendet hatte.

Kubica realistisch

Das einstige Toptalent Kubica spricht mittlerweile allerdings äußerst zurückhaltend über die Möglichkeit, noch einmal Stammfahrer in der Formel 1 zu werden. "Ich bin sehr realistisch, was meine Chancen angeht, und ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist", sagte der 32-Jährige dem Magazin des Automobil-Weltverbandes FIA.

Seit Kubicas Rallye-Unfall im Jahr 2011 ist die Beweglichkeit seines rechten Arms stark eingeschränkt. Dennoch saß er in diesem Sommer mehrfach in einem Renault-Boliden und absolvierte auch die offiziellen Tests in Budapest für die Franzosen. Renault nahm dann für das kommende Jahr allerdings den stark eingeschätzten Spanier Carlos Sainz jr. von Toro Rosso als Teamkollegen für Nico Hülkenberg unter Vertrag.

Williams bietet das attraktivste noch offene Cockpit für die kommende Saison an. Wer den Zuschlag erhält, ist weiter völlig unklar. "Wir sind nicht in Eile", sagte Lowe. Die Engländer könnten mit Routinier Felipe Massa (Brasilien) verlängern, auch eine Rückkehr des aktuellen Ersatzfahrers Paul di Resta (Großbritannien) als Formel-1-Stammfahrer ist denkbar.

Auch Wehrlein darf sich Hoffnungen machen

Laut Auto Bild Motorsport darf sogar Pascal Wehrlein auf den Platz neben Teenager Lance Stroll (Kanada) hoffen. Die Vereinbarung von Williams mit Titelsponsor Martini, zumindest einen Fahrer im Alter von mindestens 25 Jahren zu beschäftigen, sei nicht vertraglich festgeschrieben.

Hauptgeldgeber Martini darf für sein alkoholhaltiges Getränk in einigen Ländern nur mit Fahrern werben, die 25 oder älter sind. Wehrlein ist 22 Jahre alt, ein Duo mit dem Deutschen und Stroll (18) würde für das Sponsoring damit zum Problem.