William und Harry: So lebt Diana in ihren Kindern weiter

Diana mit ihren Söhnen William und Harry. (Bild: ddp)

Prinzessin Diana kämpfte gegen Obdachlosigkeit und Landminen, engagierte sich in der HIV-Hilfe wie damals niemand sonst. Und bei ihren Kindern schuf sie ein Bewusstsein für die Sorgen und Probleme anderer. William und Harry führen ihr Lebenswerk weiter – bis heute.

„Wenn man jemanden verliert, dann lebt dieser Mensch irgendwie weiter. Meine Mutter begleitet mich jeden Tag“, sagt Prinz William in der TV-Dokumentation „Unsere Mutter Diana – Ihr Leben und ihr Vermächtnis“. „Sie wusste, dass es ein Leben außerhalb der Palastmauern gab und wir sollten es kennenlernen.“

Prinz William war noch ein kleiner Bub, als er seine Mutter ins größte Obdachlosenheim Londons begleitete. Dort ist er heute noch oft zu Besuch: „In unserer privilegierten Situation kann es leicht passieren, dass man wahre Probleme des Lebens ignoriert. Man muss sie suchen“, so William.

Prinz Harry 2008 bei einem Besuch in Lesotho, Afrika. (Bild: ddp)

Und man muss ein Bewusstsein dafür schaffen – wie es auch Prinz Harry heute tut. So ließ er sich beispielsweise auf HIV testen und die Untersuchung live auf Facebook übertragen. Damit wollte er erreichen, dass die Menschen die Angst verlieren und die Notwendigkeit des Tests aufzeigen. „Ich glaube, dass jeder entspannt über HIV-Tests sprechen können muss, damit Stigmata und Angst bekämpft werden können.”

Auch mit dieser weltweit beachteten Aktion trat der Prinz in die Fußstapfen seiner Mutter. Als Schirmherrin des „National Aids Trust“ hinterließ Diana Spuren in der Aids- und HIV-Hilfe wie niemand anderes. Während die Boulevardpresse in den 80er-Jahren große Ängste in der Bevölkerung schürte und die einhellige Meinung herrschte, Aidskranke dürften nicht berührt werden, besuchte Diana das einzige auf Aids spezialisierte Krankenhaus im Königreich. Und sie tat, was sie immer tat: Sie schüttelte die Hände der Patienten.

„Sie setzte sich mit voller Kraft für Sachen ein, von denen sie überzeugt war“, erzählt Prinz Harry in der TV-Dokumentation. So wie im August 1997 – drei Wochen vor ihrem Tod – als sie nach Bosnien reiste, ein Land, in dem damals noch rund eine Million Landminen im Boden lauerten.

Lady Diana im Jahr 1997 in Bosnien. Sie möchte ein weltweites Verbot von Landminen erreichen. (Bild: AP)

Mit dieser gefährlichen Reise wollte Diana Druck auf die Regierungen ausüben, Landminen zu verbieten – was im Dezember 1997 geschah. Prinz Harry kämpft nun dafür, dass bis zum Jahr 2025 alle noch vergrabenen Landminen geräumt werden. „Helft mir, das Versprechen meiner Mutter einzulösen und die Schicksale der Menschen nicht zu vergessen“, appellierte Harry bei der Veranstaltung „Land Mine Free 2025“ in London.

20 Jahre nach ihrem tragischen Tod sind die Spuren von Diana immer noch überall sichtbar. „Wir fragen uns, was für eine Mutter sie heute wohl wäre und welche Rolle sie in der Öffentlichkeit hätte und was sie bewirken würde“, so Harry.

Für Dianas einstigen Privatsekretär Jephson sind ihre beiden Söhne Dianas größtes Vermächtnis. „Wir können viele ihrer Eigenschaften bei ihnen beobachten – vor allem aber ihre Fähigkeit, das Königtum mit dem normalen Leben zu verbinden.“

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