William Gallas fordert mehr Kommunikation von Chelsea-Verteidiger Andreas Christensen

Christensen ist auf dem Platz bereits in seinem jungen Alter eine Konstante bei Chelsea. Er muss aber kommunikativer werden, um ein Anführer zu sein.

EXKLUSIV

In dieser Saison hat sich Andreas Christensen zum unangefochtenen Leistungsträger beim FC Chelsea aufgeschwungen. Seine Entwicklung ist auch William Gallas nicht verborgen geblieben, der im Goal-Interview ausschließlich lobende Worte für den 21-Jährigen hatte, aber dennoch einen Bereich sieht, in dem sich der Verteidiger verbessern könnte.

"Er ist noch jung und was er tut, ist unglaublich", sagte Gallas, der von 2001 bis 2006 selbst bei den Blues verteidigte, zu Goal. Angesprochen auf Christensens Fehler gegen Barcelona in der Champions League fügte Gallas an: "Er ist der wichtigste Verteidiger bei Chelsea und jeder macht Fehler. Ich bin nicht besorgt wegen Christensen, denn wenn man ihn spielen sieht, ist er wegen seines Alters nicht ängstlich."

Stattdessen überzeugt ihn der 21-Jährige mit seiner geistigen Reife: "Er übernimmt die Verantwortung. Er ist noch jung und wir müssen keine Last auf seine Schultern packen. Ich habe von den Jungs gehört, dass er in seinem Kopf sehr erwachsen ist." Auch deshalb denkt Gallas: "Ich glaube, er wird ein großartiger Verteidiger. Ich weiß, dass er eine gute Karriere haben wird."

Mehr reden, um der neue John Terry zu werden

Dafür müsse Christensen auf dem Platz jedoch präsenter werden: "Um ein Anführer in der Verteidigung zu werden, muss er sich verbessern, indem er vielleicht ein bisschen mehr auf dem Platz kommuniziert. Die Kommunikation ist sehr wichtig im Fußball", so Gallas weiter.

"Wenn ich mir Chelsea anschaue, sehe ich ihn nicht viel mit seinen Mitspielern sprechen. Vielleicht weil er sich darauf fokussieren muss, was er zu tun hat", hat der 40-Jährige eine kleinere Schwäche des Dänen ausgemacht. "Manche Spieler machen das, einfach nur auf ihre Aufgabe fokussiert sein, aber langsam muss er mehr mit der Abwehr und dem Mittelfeld sprechen. Das ist, was John Terry getan hat."

In der aktuellen Situation brauche Chelsea mehrere Anführer: "Wenn man nicht gut spielt, braucht man Spieler, die auf dem Platz schreien können. Das ist, warum John Terry ein so guter Kapitän war, weil er geschrien hat, wenn es nötig war, und ihm alle zugehört haben."