Wiese wütet: "Bei Werder stinkt der Fisch vom Kopf"

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Wiese wütet: "Bei Werder stinkt der Fisch vom Kopf"
Wiese wütet: "Bei Werder stinkt der Fisch vom Kopf"

Der Abstieg von Werder Bremen hat auch Tim Wiese nicht kalt gelassen.

Der ehemalige Nationaltorwart hütete von 2005 bis 2012 das Bremer Tor und absolvierte insgesamt 194 Bundesligaspiele für die Grün-Weißen.

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Den Abstieg erlebte Wiese nun vom heimischen Fernseher aus. "Ich war entsetzt. Aber der Abstieg überrascht mich nicht. Werder hat sich in den letzten zehn Jahren selbst demontiert, wurde vor die Wand gefahren. Alles ist nur noch traurig", resümiert Wiese in der Sport Bild.

Wiese: Dann ist das ein Skandal

Einer der größten Fehler sei laut Wiese das Festhalten an Trainer Florian Kohfeldt gewesen: "Schon nach der Horror-Saison 2019/20, als sich Werder mit Glück in der Relegation gegen Heidenheim durch zwei Unentschieden rettete, hätte der Klub ihn rausschmeißen müssen."

Auch die Transferpolitik kann Wiese absolut nicht nachvollziehen: "Es wurde keine konkurrenzfähige Mannschaft zusammengestellt. Das muss sich Frank Baumann (Werder-Manager, Anm. d. Red.) ankreiden. Es wurde vieles falsch gemacht. Auch, dass sie sich intern die Jobs weitergeben."

Besonders ein Vorwurf bringt Wiese auf die Palme: "Wenn es stimmt, dass Aufsichtsrat Marco Bode 100.000 Euro als Aufwandsentschädigung für ein Ehrenamt bekommen soll, aber im Nachwuchsbereich aus Kostengründen hauptamtliche Trainerposten gestrichen werden sollen, dann ist das aus meiner Sicht ein Skandal."

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Aber was hat er gebracht? Nichts

Die Forderung von Tim Wiese ist klar: Ein kompletter Neuanfang.

"Alle Verantwortlichen müssen ausgetauscht werden. Klaus Filbry (Werder-Finanzchef,Anm. d. Red.) zum Beispiel. Er ist seit über zehn Jahren im Amt, fühlt sich pudelwohl, nimmt das Gehalt mit. Aber was hat er gebracht? Nichts. Bis heute hat Werder keinen Investor. Bei Werder stinkt der Fisch vom Kopf", wütet Wiese.

Die Zukunft von Werder Bremen sieht laut des Ex-Wrestlers nicht rosig aus, "wirtschaftlich und sportlich liegt zu viel in den Trümmern". "Ich mache mir größte Sorgen um Werder", konstatiert Wiese.

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