Wieler: Boostern gut, aber nicht ausreichend für Pandemie-Kontrolle

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Auffrischungsimpfungen alleine reichen nach Ansicht von RKI-Präsident Lothar Wieler nicht aus, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Das Boostern erhöhe den Immunschutz stark und verringere die Viruslast, sollte sich ein Geimpfter später anstecken. Damit das Infektionsgeschehen kontrollierbar werde, müssten aber mindestens 90 Prozent der Menschen eine Immunität aufbauen - durch Impfung oder Infektion, sagte der Chef des Robert Koch-Instituts am Freitag in Berlin.

Das heiße nicht, dass das Virus dann verschwinde. "Dann wird das eine Krankheit sein wie viele andere, die nach wie vor noch auch zu Todesfällen führt, aber sie wird eben nicht mehr dazu führen, dass sie in irgendeiner Weise unser System überlastet."

Je mehr Menschen eine Immunität haben, umso geringer werde die Krankheitslast, führte Wieler weiter aus. Er warb dabei erneut eindringlich darum, das Impfangebot wahrzunehmen. "Und jeder wirklich vernünftige, verantwortungsvolle Menschen möchte lieber diese Immunität bekommen durch eine Impfung als durch eine Infektion. "Es ist einfach der bessere Weg, die Impfstoffe sind sicher und wirksam."

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.