Wiedereröffnung: Edelburger am Traditionsbüdchen

Kiosk "Der Junker" ist Anlaufstelle für viele FC-Fans

Das Original-Büdchen aus den 1930er Jahren, dass einige Zeit leer stand und ziemlich herunter gekommen war, musste abgerissen werden, aber nach nur drei Monaten Bauzeit konnte jetzt der traditionsreiche Junkersdorfer Kiosk "Der Junker" wieder eröffnet werden. Inhaber Markus Schäfer erzählt: "Wir hätten gerne noch früher eröffnet, aber uns wurde wegen einer alten Stromleitung der Strom abgeklemmt und es dauerte über drei Wochen, bis das Problem behoben war."

Der alte Baum, der vorher durch den Kiosk hindurch ragte, spendet jetzt dem Burger-Grillplatz Schatten. Markus Schäfer hat sich beim Düsseldorfer Streetfood-Festival den Gewinner des "Burger Clash 2017" mit ins Boot geholt: Emmanuel Lanbonté ist nämlich, genau wie Schäfer, auch ein Junkersdorfer und ließ sich nicht zweimal bitten, den Kiosk zu unterstützen, bei dem er als kleiner Junge immer seine Fußball-Sammelbildchen kaufte. Eigens für den Junker hat er einen "Junker Burger" kreiert. "Der besteht aus Pulled Pork vom Duke-of-Berkshire-Schwein mit hausgemachtem Coleslaw und Sweet Cherry Onion Chutney im Brioche Bun. Aber wir haben auch eine fleischlose Variante mit gegrilltem Halloumi und Zitronenmayo, Tomate und Pickled Red Onions, ebenfalls im Brioche Bun. Beides gibt es ab sofort bei jedem FC-Spiel."

Regionale Weine im Sortiment

Aber nicht nur das Burgerangebot ist neu. Die Brüder Schäfer, denen der Kiosk zu gleichen Teilen gehört, kooperieren auch mit einem regionalen Weinhändler, der ihr Sortiment um feine Weine ergänzt. Demnächst sollen auch Sportlernahrungsartikel folgen. "Unsere Kunden der Sporthochschule sollen auch etwas von uns haben", sagt Schäfer.

"Der Kiosk ist seit über 20 Jahren Tradition bei uns. Die Atmosphäre auf dem Weg zu den Spielen hat uns sehr gefehlt. Sie ist familiär und gesittet" erzählt Peter Hofmann. Für ihn und seinen Freund René Hilgers ist "Der Junker" die Anlaufstelle vor den FC-Spielen. "Wir haben sehnsüchtig auf den neuen Kiosk gewartet", bestätigt Hilgers, der das Ambiente jetzt als moderner und heller empfindet.

"Hier ist es gemütlich und die Preise sind natürlich günstiger als im Stadion. Wir sind eigentlich vor jedem Spiel hier" erzählen Anna Landwehr und ihre Freundin Johanna Dölken. Gregor Jost (20) freut sich über die erweiterten Öffnungszeiten. "Als ich mit 16 immer hierher kam, war um 19 Uhr Schluss." Jetzt ist der Kiosk von 7 bis 22 Uhr von Montag bis Samstag geöffnet.

"Man musste sich zu helfen wissen", klagt Günter Friedrichs, der seit fast 25 Jahren aus Kerpen anreist, um beim Junker sein Kölsch vor dem Spiel zu genießen. "Außerdem sind wir begeistert, dass es wieder Bier aus Flaschen gibt, das schmeckt einfach besser" ergänzt sein Freund Günter Rath.

Auf dem Weg zum Stadion sieht man immer wieder kleinere Gruppen, die sich doch noch schnell ein letztes Bierchen am Traditionskiosk kaufen wollen, ehe es losgeht. Eine Gruppe jubelt: "Der Junker - Der Junker - Der Junker". Die Freude scheint groß, dass das alte Büdchen endlich wieder in neuem Glanze erstrahlt....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta