Wie unser Geburtsmonat unsere Gesundheit beeinflusst

(Foto: Cover Images)

Dass der Zeitpunkt, an dem wir geboren wurden, Auswirkungen auf unser späteres Leben hat, behaupten Anhänger der Astrologie ja schon seit Jahrtausenden. Doch daran könnte tatsächlich auch aus wissenschaftlicher Sicht etwas dran sein – behauptet zumindest eine neue Untersuchung.
Wirkt sich unser Geburtsmonat also tatsächlich auf unsere Gesundheit aus?

Aktuelle Studie

Ganz aktuell veröffentlichte die spanische Universität von Alicante eine Studie zu dieser Thematik. Die Forscher hatten die Daten der nationalen Bevölkerungsstudie aus dem Jahr 2006 analysiert. Dabei wollten sie herausfinden, ob es eine Verbindung zwischen dem Zeitpunkt der Geburt und 27 gängigen chronischen Krankheiten gibt. Das Ergebnis:
“In dieser Studie haben wir einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Geburtsmonat und dem Auftreten verschiedener chronischer Krankheiten und langfristiger gesundheitlicher Probleme nachgewiesen”, erklärte Studienautor Professor Jose Antonio Quesada.

Welche Zusammenhänge wurden entdeckt?

Laut den Wissenschaftlern gebe es bei den Krankheiten klare Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So zeigten männliche Babys, die im August zur Welt kamen, ein fast doppelt so hohes Risiko, an Asthma zu erkranken, als Jungen, die Anfang des Jahres geboren wurden. Dafür besaßen im Juni geborene Babys ein um 34 Prozent geringeres Risiko, an Depressionen zu erkranken und wurden um 22 Prozent seltener von Rückenschmerzen geplagt.
Mädchen, die im Juli das Licht der Welt erblickten, wiesen eine 40 Prozent höhere Chance auf, an Inkontinenz zu erkranken, außerdem trat bei ihnen Bluthochdruck mit einer um 27 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit auf. Dagegen hatten weibliche Babys, die im Juni zur Welt kamen, ein um 33 Prozent verringertes Risiko, später einmal an Migräne zu leiden.
Insgesamt sind September-Geborene wohl wahre Glückskinder: Sie wiesen das geringste Risiko für chronische Krankheiten auf.

Warum ist das so?

Doch wieso beeinflusst uns unser Geburtsmonat so sehr? Forscher erklären sich das etwa dadurch, dass Schwangere und ihre ungeborenen Babys im Winter öfter Viren ausgesetzt sind, was sich auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirke. Außerdem ist die UV-Strahlung im Laufe des Jahres unterschiedlich hoch, das wiederum beeinflusst den Vitamin-D-Spiegel der Mütter und somit auch den ihrer Kinder.
Allerdings zeigt die Studie nur statistische Häufungen – der Geburtsmonat muss nicht zwangsläufig eine Rolle bei der Gesundheit spielen. Denn immerhin gibt es da ja noch die Gene, die Lebensweise und Umwelteinflüsse.