Wie Lehmann: Keeper pinkelt hinter Bande - und sieht Rot

Jens Lehmann, bist du es? Nein! Ein italienischer Torwart wurde am Wochenende des Platzes verwiesen, weil er während der Partie hinter das Tor urinierte. Er steht zu seinem Fehler.

Einem italienischen Torhüter drückte während einer Partie die Blase. (Bild: Getty Images)

Armando Prisco hat sich in der Fußball-Welt bisher keinen großen Namen gemacht. Der 21-Jährige spielt für Messina in Italiens vierter Liga und stand beim sizilianischen Derby gegen Igea Virtus auf dem Platz.

Das Problem: Prisco hatte vor dem Spiel deutlich zu viel getrunken. In den letzten Minuten der Partie drückte somit die Blase und der Keeper nutzte eine kurze Unterbrechung, um sich von seinem Druck zu lösen.

Prisco imitierte Dehnübungen

“Ich habe vor dem Spiel getrunken, dann vor dem Aufwärmen, dann in der Kabine und in der Halbzeit. Normalerweise trinke ich zwei bis drei Liter am Tag”, versuchte sich Prisco im Anschluss zu rechtfertigen.

Er hüpfte hinter eine Werbebande und erleichterte sich: “Ich habe so getan, als ob ich Dehnübungen machen würde. Das hat niemand bemerkt – abgesehen vom Schiedsrichter. Leider.”


Prisco wie einst Jens Lehmann

Der Unparteiische zeigte Prisco die Rote Karte: “Ich habe mich sofort entschuldigt und nicht protestiert. Er hat nur die Regeln befolgt. Ich möchte nur klarstellen, dass ich nichts Obszönes getan habe. Es waren viele Kinder im Stadion und ich versuchte, es so gut wie es geht zu verstecken.”

Zuvor war er im Tor auf und ab getigert: “Ich sah aus wie eine verrückte Person und wollte dann die Chance nutzen. Es war nicht richtig von mir, aber ich konnte es einfach nicht mehr halten.” Immerhin: Ein Mitspieler ging ins Tor und konnte für die letzten Minuten das 0:0 wahren.

Nun muss Prisco manchen Vergleich mit Jens Lehmann über sich ergehen lassen. Dieser war 2014 in einem Spiel der Champions League über die Bande gehüpft und hatte dort sein Bedürfnis erfüllt.