"Wie ekelhaft bist du eigentlich?": Michelle Hunziker erntet Shitstorm wegen einer Blume

Davon hätte sie lieber die Finger gelassen: Michelle Hunziker hat Ärger mit ihren Fans. Die Moderatorin hatte ein Foto von sich gepostet, bei dem sie eine bedrohte Blume an der Jacke trägt.

Michelle Hunziker musste sich auf Instagram einiges anhören (Bild: Daniele Venturelli/Getty Images)

Wolkenfreier Himmel, erhabene Felsen und immergrüne Tannenwipfel, die am Fuß eines Wildbachs emporragen: Die Aussicht, die sich einem beim Anblick von Michelle Hunzikers jüngstem Instagram-Posts bietet, fängt die Schönheit der unberührten Natur perfekt ein. Gemeinsam mit ihrer Freundin Serena Autieri verbrachte die die 42-Jährige offenbar einen wunderbaren Tag in St. Kassian in Südtirol: Sie gingen wandern und bergsteigen und strahlten mit der Sonne um die Wette.

Aufstand um ein Edelweiss

Doch schon kurz nachdem die Moderatorin die Fotos auf Instagram teilte, verdüsterte sich die Situation; denn ein Bild-Detail verärgerte ihre Follower derart, dass sich Hunziker heftigen Anfeindungen ausgesetzt sah: Die gebürtige Schweizerin hatte sich ein Edelweiss an die Jacke gesteckt.

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„Ich finde es unmöglich, die Blumen aus den Bergen zu sammeln – besonders Edelweiß“, kommentiert ein Fan den Post. “Wie ekelhaft bist du eigentlich?“, meint ein anderer. Und ein Follower erklärt: „Die sind geschützt und das hat auch seine Gründe.“

Es stimmt: Die edle Alpenblume kommt in der Natur nur noch sehr selten vor und steht deshalb unter Artenschutz. Das Pflücken ist ausdrücklich verboten und soll sogar Unglück bringen. Dass eine prominente Person wie Hunziker mit der bedrohten Blume schmückt und die Fotos davon auch noch teilt, wirkt in Zeiten in denen Naturschutz zu einem immer dringlicheren Thema wird, ziemlich daneben – auch wenn Hunziker zu ihrer Verteidigung behauptet, sie habe das Edelweiss von ihrem Bergsteiger geschenkt bekommen, der die Blumen im eigenen Garten züchte.

Bedrohte Schönheit: Diese Blumen stehen unter Artenschutz

Nicht nur in den Südtiroler Bergen, auch in deutschen Wäldern gibt es Blumen, die vom Aussterben bedroht sind - die Schlüsselblume zum Beispiel. Ebenso ist die Strandgrasnelke, ein hübsches Blümlein mit lilafarbenen Blüten, welches auf den Salzwiesen im Watt vorkommt, stark gefährdet.

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Tatsächlich zählt rund ein Drittel aller Alpenblumen zu den bedrohten Arten; auch Enziane, Steinröschen und das beliebte Alpenveilchen stehen unter Schutz.

Wer sich nicht ganz sicher ist, welche Blumen zu den bedrohten Arten zählen: Das Portal Alpenblumen.ch und die dazugehörige App-Version geben zum Beispiel Auskunft über den Status der Bergflora. Der Deutsche Alpenverein gibt zudem gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Österreich und Südtirol und dem Verein zum Schutz der Bergwelt ein Plakat heraus, das einen Überblick über einige der geschützten Arten verschafft.

Von diesen Pflanzen sollte man beim Wandern und Bergsteigen die Finger lassen (Bild: DAV)

Viel angebrachter wäre es jedoch, wenn wir Menschen stattdessen lernen, die Schönheit der Natur zu genießen, ohne sie gleich für uns beanspruchen zu wollen. Dann bliebe sie uns nämlich vielleicht noch länger erhalten.

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