Wichtiger Tag für Erspartes: Wie die EZB am Donnerstag über euer Geld entscheidet

Christoph Damm
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Mario Draghi ist quasi der Herr über unser Geld. Er als Präsident der Europäischen Zentralbank — natürlich gemeinsam mit seinem Rat — gibt den weiteren Weg in der Zinslandschaft vor. Dass Sparbücher und Tagesgeldkonten keine attraktive Rendite bringen, ist das Resultat seiner Entscheidungen — dass es den Euro überhaupt noch gibt aber wohl auch.

Im Juli 2012 — auf dem Höhepunkt der Euro-Krise — sagte er drei Worte, die schon jetzt in die Geschichte der Gemeinschaftswährung eingegangen sind: „Whatever it takes.“ Damit machte er deutlich: Er ist bereit, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, um den Euro zu retten. Banken mussten erst kaum noch etwas, mittlerweile gar nichts mehr für von der EZB geliehenes Geld an Gebühr zahlen. In der Fachsprache: Der Leitzins liegt bei 0,0 Prozent.

Der Sinn dahinter: Banken sollen günstige Kredite vergeben können, damit die Wirtschaft angekurbelt wird. Das hat einen schlimmen Nebeneffekt für die Sparer. Wenn Banken nur wenig Zinsen auf Geld erhalten, dass sie verleihen, können sie auch Guthaben nicht mehr hoch verzinsen — nach den vielen Jahren sogar fast gar nicht mehr. Sparer wurden immer stärker gezwungen, ihr Geld am Aktienmarkt zu investieren, was die Kurse steigen ließ.

Das Zahnpasta-Tube-Problem

So wichtig seine Maßnahmen waren und so sehr sie besonders von Investoren gefeiert wurden, so groß ist mindestens auch das Problem, vor dem Mario Draghi jetzt steht: Wie schafft er den Ausstieg aus dieser Politik? Vergleichbar ist die Frage mit diesem Bild: Wie bekommt er die Zahnpasta zurück in die Tube — möglichst noch ohne Dreck zu verursachen?

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