Warum dieser Mann für RB Leipzig jetzt noch wichtiger wird

Melina Maria Kutsch
·Lesedauer: 3 Min.
Warum dieser Mann für RB Leipzig jetzt noch wichtiger wird
Warum dieser Mann für RB Leipzig jetzt noch wichtiger wird

Er kam schon im Sommer 2020 zu RB Leipzig, als Ralf Rangnick endgültig den Red-Bull-Kosmos verließ - aber jetzt könnte der Mann, der als Entdecker von Erling Haaland gilt, noch wichtiger werden.

Durch den Abgang von Sportdirektor Markus Krösche zum Saisonende Ruhen die Hoffnungen in Sachsen auch auf Christopher Vivell, seit August des vergangenen Jahres Technischer Leiter beim härtesten Bayern-Verfolger.

Im gewaltigen Umbruch bei den Brause-Bullen (schließlich geht auch Trainer Julian Nagelsmann zum FC Bayern) könnte der 34-Jährigen eine Schlüsselrolle übernehmen. (Kolumne: RB wird Krösche nicht vermissen)

Denn Vorstandsboss und Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, der vorerst auch Krösches Job übernehmen will, verkündete schon: "Wir suchen nicht den einen großen Sportdirektor, der den Gesamtbereich alleine verantwortet." Stattdessen soll die Last weiterhin auf drei Schultern verteilt werden, das habe sich bei Krösche (Sportdirektor), Vivell (Technischer Direktor) und Florian Scholz (Kaufmännischer Leiter Sport).

"Wir wollen den Weggang von Markus auffangen. Das war ja sowieso keine One-Man-Show, sondern ein Dreigestirn", betonte Mintzlaff weiter. Wie wichtig wird Vivell in Zukunft sein?

Große Chance für Vivell

Seit August 2020 verantwortet Vivell als Technischer Direktor neben Krösche "die Leitung des Scoutings (auch international) und Recruitment-Bereichs, insbesondere die Planung und Umsetzung der Rekrutierungs- und Transferstrategie für Spieler aller relevanten Altersgruppen sowie die Aus- und Fortbildung der Trainer und Spieler in der Spielphilosophie", wie die Leipziger mitteilten.

Damit hat der heute 34-Jährige den Aufstieg von RB zum Bayern-Verfolger Nummer 1 im Hintergrund bereits mitgeprägt. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Neben ihm agiert Scholz als kaufmännischer Leiter Sport und Medienchef für die sportliche Entwicklung. Vivell und Scholz sind gleichberechtigt auf einer Ebene tätig.

"Einer alleine könnte das riesige Betätigungsfeld nicht stemmen. Ich sehe in der Zusammenarbeit mit Florian und Markus nur Vorteile für den Verein. Markus ist das Gesicht des Sports, ist Sportdirektor. Florian vertritt den Verein im Sport, verantwortet Kommunikation, Personal und Budget. Jeder hat seine Expertise in unserem Team", sagte Vivell einmal dem Sportbuzzer. (Tabelle der Bundesliga)

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Vivell gilt als "Haaland-Entdecker"

Vivell ist bereits seit einigen Jahren im Red-Bull-Kosmos und dort aufgestiegen. Vor seiner Zeit in Leipzig war er bereits fünf Jahre Sportkoordinator des FC Red Bull Salzburg.

Bei RB Leipzig ist er jetzt federführend bei der Spieler-Suche und unterstützt aktiv die Kaderplanung - für Salzburg förderte er einst ein echtes Juwel zutage: Vivell als Entdecker des heutigen BVB-Stürmers Erling Haaland.

"Die großen Klubs wollten ihn auch schon. Sie wollten aber ein Leihprogramm machen, was sowohl sein Vater als auch Erling nicht wollten. Daher hat es geklappt, ihn zu uns zu holen", verriet Vivell einst in der Salzburger Mini-Serie Jedermann.

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Seine Expertise eignete sich der 34-Jährige in seinem damaligen Sportstudium in Hoffenheim an. Dort absolvierte er von 2010 bis 2015 eine Ausbildung als Videoanalyst und Scout und stieg zum Koordinator Spiel und Videoanalyse sowie Scouting auf.

Frühes Karriereende als Spieler

Der gebürtige Karlsruher wusste auch selbst etwas mit dem Ball anzufangen, kickte in der Jugend-Bundesliga beim Karlsruher SC und stürmte danach noch lange für den ASV Durlach in der Oberliga.

Nach diversen Verletzungen musste Vivell seine Karriere aber mit nur 23 Jahren beenden und widmete sich alsbald dem Profigeschäft.

Durch den Abgang von Sportdirektor Krösche ergeben sich für Vivell neue Optionen in Leipzig. Als Red-Bull-Insider werden die Fähigkeiten des Haaland-Entdeckers in Zukunft aber noch einmal wertvoller.

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