#WhyWeWearBlack: Dafür steht die „Time’s Up“-Initiative in Hollywood

„Time’s Up“-Kampagnen-Unterstützerinnen Reese Witherspoon, Eva Longoria, Salma Hayek und Ashley Judd (v.l.) bei der Gala der 75. Golden Globe Awards am 7. Januar 2018 in Beverly Hills, Kalifornien. (Bild: Getty Images/ AFP)

Bei den gestrigen 75. Golden Globes stach in diesem Jahr eine Farbe besonders ins Auge. Etliche Schauspielerinnen trugen schwarze Kleider, um ihre Unterstützung der Kampagne „Time’s Up“ in Hollywood zu unterstreichen.

Während nahezu alle Frauen schwarze Abendkleider trugen, hatten sich viele männliche Stars, wie zum Beispiel Justin Timberlake, Anstecknadeln mit dem Slogan „Time’s Up“ an die Anzüge gepinnt.

Schwarz aus Solidarität

„Time’s Up“, zu deutsch „Die Zeit ist um“, ist eine Kampagne, die sich solidarisch für die Opfer von sexueller Gewalt und Belästigung einsetzt. Eine frisch gegründete Kommission hat sich zur Aufgabe gemacht für „sichere, gerechtere und gleichberechtigte Arbeitsplätze“ für Frauen zu sorgen. Die Gruppe wird von mehr als 1000 der namhaftesten Frauen aus der Unterhaltungsbranche unterstützt, darunter auch die Schauspielerinnen Kerry Washington, Tracee Ellis Ross, Tessa Thompson, Rashida Jones, Reese Witherspoon und Brie Larson. Sie wollen mit dem Hashtag #WhyWeWearBlack („Warum wir schwarz tragen“) der Öffentlichkeit zeigen, dass ihre Kleiderwahl definitiv kein Fashion-Statement, sondern ein Solidaritäts-Statement ist.


Die größte Aufgabe der „Time’s Up“-Gruppe ist es, Spenden für einen Fond zu sammeln, der Opfern von sexuellen Übergriffen Rechtshilfe zur Verfügung stellt und Gesetze gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorantreibt. Über 15,7 Millionen Dollar (etwa 13 Mio. Euro) sind bereits innerhalb kurzer Zeit zusammengekommen.

Schon vor der Gala teilten etliche Frauen aus Hollywood in den sozialen Netzwerken ihre persönlichen Gründe, warum sie sich der „Why We Wear Black“-Bewegung angeschlossen haben. In einem Video bedankte sich die „Daredevil“-Darstellerin Rosario Dawson mit dem Hashtag #WhyWeWearBlack bei den Menschen, die mit ihren Berichten über sexuelle Übergriffe und Belästigung an die Öffentlichkeit gegangen sind. „Es ist Zeit sich gegenseitig zu feiern – nicht nur die Nominierten auf der Kinoleinwand oder Fernsehbildschirm“, erklärte Dawson und fügte hinzu, „sondern auch die Menschen, die hervortraten und mutig ihre Geschichten geteilt haben und viele von uns damit auch befreit haben.“

Etliche Kolleginnen von Rosario Dawson posteten am Sonntag ebenfalls Videos, um ihre wichtige Mission zu erklären. „Ihr wundert euch, warum wir schwarz tragen? Weil wir bei euch sind“, kommentierte Schauspielerin Kerry Washington ihren Post auf Instagram.

Die #MeToo-Debatte brachte den Stein ins Rollen

Durch die Online-Debatte mit dem Hashtag #MeToo („Ich auch“) wurden wenige Monate zuvor bereits zahlreiche Fälle von sexueller Belästigung in der amerikanischen Unterhaltungsbranche bekannt.

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